Barrieren für Menschen mit Behinderungen in Western Visayas halten an
Trotz bestehender gesetzlicher Schutzmaßnahmen stehen Menschen mit PWDs in der Region Western Visayas weiterhin vor erheblichen Hindernissen. In Arbeitsplätzen und im öffentlichen Raum mangelt es an angemessener Barrierefreiheit, während Diskriminierung bei der Beschäftigung und eine mangelnde Durchsetzung von Rechten die Teilhabe erschweren, wie Della Leonor von der National Anti-Poverty Commission (NAPC) mitteilte.
Leonor, die als regionale Koordinatorin für PWDs beim Regional Basic Sector Coordinating Council (RBSCC) tätig ist, erklärte, dass eine echte Inklusion trotz der Magna Carta für Menschen mit Behinderungen (Republic Act 7277) bisher ausbleibe. Sie kritisierte, dass Barrierefreiheit oft zu eng gefasst wird. Während viele Hotels zwar barrierefreie Toiletten anbieten, fehlen häufig inklusive Parkplätze. Zudem müsse der Fokus über Rampen für Rollstuhlfahrer hinausgehen und auch die Bedürfnisse von blinden, gehörlosen Menschen oder Personen mit seltenen Erkrankungen berücksichtigen.
Ein weiteres Problem stellt die gesellschaftliche Wahrnehmung dar. Leonor wies darauf hin, dass viele Menschen Behinderungen nur mit sichtbaren körperlichen Einschränkungen verbinden, was dazu führt, dass andere Formen der Beeinträchtigung ignoriert werden. Sie appellierte an die Gemeinschaft, sich mit den lokalen Regierungen und den zuständigen Ämtern für Angelegenheiten von Menschen mit Behinderungen (Persons with Disability Affairs Offices) abzustimmen, um bestehende Probleme zu identifizieren. Ein konkretes Beispiel für mangelnde Rücksichtnahme sei die Besetzung von Behindertenparkplätzen durch Personen ohne entsprechende Beeinträchtigung.
Auch auf dem Arbeitsmarkt gibt es große Hürden. Leonor forderte ein besseres Matching von Fähigkeiten und Stellenanzeigen, anstatt Bewerber aufgrund ihrer Behinderung pauschal auszuschließen. Sie betonte, dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen beispielsweise über hohe handwerkliche Geschicklichkeit oder spezialisiertes Wissen in Bereichen wie Forschung oder Politikgestaltung verfügen können. Aufgrund von Mobilitätsproblemen weichen viele Betroffene bereits auf Online-Beschäftigungsverhältnisse aus. Die Koordination zwischen Gemeinden, Arbeitgebern und Regierungsbehörden sei entscheidend, um nachhaltige Beschäftigungslösungen zu finden.
Quellen
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