Austausch in Japan: CPU-Delegation vertieft Wissen über Katastrophenvorsorge
EditVertreter der Central Philippine University (CPU) haben im Rahmen des Global Peace Leadership Exchange (GPLE) Japan 2026 intensive Einblicke in die Katastrophenvorsorge und die Widerstandsfähigkeit von Bildungseinrichtungen und Gemeinden gewonnen. Die Delegation befand sich vom 8. bis zum 12. Oktober 2026 in Japan, um aus den Erfahrungen des Landes bei der Bewältigung von Naturkatastrophen und den anschließenden Wiederaufbaumaßnahmen zu lernen.
An der Teilnahme der CPU-Delegation waren die Koordinatorin des NSTP, Assoc. Prof. Annalie D. Gilongos, sowie Mark Clemens J. Ortaliz beteiligt, der als Fakultätsmitglied des NSTP und Webmaster der Universität tätig ist. Das Ziel des Programms war es, die Kapazitäten zur Krisenbewältigung durch den direkten Austausch und das Studium japanischer Strategien zur Katastrophenreaktion zu stärken.
Ein zentraler Bestandteil der Reise war der Besuch des International Research Institute of Disaster Science an der Tohoku University. Dort setzten sich die Delegierten mit den Folgen des verheerenden Tsunamis vom März 2011 auseinander. Die Teilnehmer besichtigten Gedenkstücke und informierten sich über Rehabilitationsmaßnahmen, Katastrophenschutzpläne sowie die spezielle Ausrüstung, die zur Vorbereitung auf zukünftige Tsunami-Ereignisse eingesetzt wird. Professor Mari Liz von der Tohoku University erläuterte in einem Vortrag die Hintergründe der Katastrophe von 2011 und die staatlichen Pläne zur Wiederherstellung der betroffenen Regionen.
Die Delegation erhielt zudem persönliche Einblicke in das Ausmaß der Tragödie. Seietsu Sato, ein ehemaliger Feuerwehrmann und Überlebender des Tsunamis, berichtete von seinem Überleben und dem Verlust seiner Ehefrau. Im Kesennuma City Memorial Museum konnten die Teilnehmer die Zerstörungskraft der Wellen anhand von Exponaten nachvollziehen, darunter ein Fahrzeug, das durch die Flut in den dritten Stock eines Gebäudes gespült wurde. Ein weiterer Besuch führte zur Feuerwehr Kesennuma, die nach dem Tsunami Brände bekämpfte, die infolge beschädigter Öllager ausgebrochen waren.
Neben den fachlichen Schwerpunkten nahm die Gruppe auch am gesellschaftlichen Leben teil. Am zweiten Tag halfen die Delegierten auf dem Feld von Herrn Sato bei den Vorbereitungen für das Rice Harvest Cup Festival. Am dritten Tag nahmen sie gemeinsam mit lokalen Bewohnern, Touristen und Studierenden der Tohoku University an dem Festival in Kesennuma teil, bei dem Aktivitäten wie das Ernten, Bündeln und Trocknen von Reis im Vordergrund standen. Im Anschluss fand ein freundschaftliches Volleyballspiel zwischen den philippinischen Gästen und den japanischen Studierenden statt.
Der Austausch wurde durch Besuche an Orten mit tiefgreifender Bedeutung abgerundet. Die Gruppe besuchte die ehemalige Tokura Junior High School, wo die Teilnehmer erfuhren, wie Schüler und Lehrer durch die Flucht auf einen nahegelegenen Berg überlebten. Eine dort ausgestellte Uhr zeigt den genauen Zeitpunkt des Tsunamis an. Zudem besichtigten sie das Minamisanriku Disaster Management Center, das während der Katastrophe zerstört worden war. Am Koizumi Beach ehrten die Delegierten die Verstorbenen mit Blumen und hörten weiteren Zeugenaussagen von Überlebenden zu, um die langfristigen Auswirkungen solcher Ereignisse auf Individuen und Gemeinschaften besser zu verstehen.
Das Programm schloss mit einer Abendveranstaltung im Minami Sanriku Hotel Kanyo ab, bei der japanische und philippinische Teilnehmer durch Live-Darbietungen zusammenkamen. Die Erfahrungen aus Japan unterstrichen für die CPU-Delegation die Bedeutung von Vorbereitung und kollektivem Handeln, um die Resilienz von Bildungseinrichtungen und der breiten Bevölkerung gegenüber Naturkatastrophen nachhaltig zu erhöhen.






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