ASEAN-Diplomaten treffen sich in Manila inmitten globaler Krisen
Die ASEAN sowie deren wichtigste Partner kommen in dieser Woche in Manila zusammen. Das diplomatische Treffen findet vor dem Hintergrund einer instabilen Weltlage statt, die maßgeblich durch die wiederaufgenommenen offenen Konflikte zwischen den USA und dem Iran geprägt ist.
Laut Dominic Xavier Imperial, dem Sprecher der Gastgebernation Philippinen, wird die Krise im Nahen Osten ein zentrales Thema der Gespräche sein. Die Spannungen in dieser Region wecken Besorgnis hinsichtlich der Sicherheit der Energieversorgung durch die Straße von Hormus sowie der Auswirkungen auf die globale Inflation und das Wirtschaftswachstum.
Neben den internationalen Krisen stehen regionale Herausforderungen im Fokus der Diplomaten. Dazu gehören die anhaltenden Spannungen im Südchinesischen Meer, in dem ASEAN und China weiterhin versuchen, einen Verhaltenskodex auszuhandeln. Ein weiteres Schwerpunktthema ist der Bürgerkrieg in Myanmar. Die Friedensinitiative der ASEAN, die vor fünf Jahren infolge des Militärputsches ins Leben gerufen wurde, hat bisher kaum Fortschritte erzielt. Der Konflikt in Myanmar hat Schätzungen zufolge bereits rund 100.000 Menschen das Leben gekostet. Für den 22. Juli ist eine informelle Konsultation der Außenminister zu der Situation in Myanmar geplant.
An den Treffen in Manila werden unter anderem der US-Außenminister Marco Rubio und der chinesische Außenminister Wang Yi teilnehmen, wobei ein Treffen am Rande der Konferenz möglich ist. Weitere Teilnehmer sind Vertreter aus Indien, Japan, Australien, Südkorea, Russland, Großbritannien sowie die Europäische Union.