Anstieg der Dengue-Fälle in Cebu: Behörden verstärken Überwachung
EditIn der Provinz Cebu verzeichnen die Gesundheitsbehörden im laufenden Juli einen deutlichen Anstieg der Dengue-Fälle. PHO wurden in den vergangenen fünf Wochen landesweit 381 Fälle in 25 Gemeinden registriert. Die Zahlen umfassen sowohl ambulant als auch stationär behandelte Bewohner, die in den Krankenhäusern der Provinzverwaltung (Capitol) versorgt wurden.
Die provinzielle Gesundheitsbeauftragte Dr. Jenina Canoy führt den Anstieg auf die anhaltenden Regenfälle zurück, die ideale Bedingungen für die Übertragung der durch Aedes-aegypti-Mücken verbreiteten Krankheit schaffen. Zwei Todesfälle wurden bereits gemeldet; die betroffenen Patienten stammten aus den Gemeinden Consolacion und Compostela.
Trotz der steigenden Fallzahlen betont Dr. Elisse Nicole Catalan, Beraterin für Gesundheit beim Capitol, dass die aktuelle Lage noch keinen offiziellen Dengue-Ausbruch darstelle. Die Information über die Zunahme der Fälle diene dazu, die Bevölkerung zur Vorsicht zu mahnen und die Früherkennung zu fördern, ohne Panik zu schüren. Die kommunalen Gesundheitsämter unterstützen derzeit die Informationsverbreitung in den Gemeinden.
Um auf die Situation zu reagieren, haben die Provinz- und Distriktkrankenhäuser das sogenannte „Dengue Fast Lane“-System verstärkt. In diesen speziellen Bereichen werden Patienten mit Dengue-Verdacht vorrangig untersucht und labortechnisch getestet, um eine schnelle Behandlung zu ermöglichen. Das System ist auch für Patienten nützlich, die keine stationäre Aufnahme benötigen, aber regelmäßige Tests und Beobachtungen erfordern.
Zusätzlich zur medizinischen Versorgung bereiten sich die Krankenhäuser auf ein potenziell höheres Patientenaufkommen vor. Die Versorgung mit Blutprodukten, die für die Behandlung von Dengue-Patienten notwendig sind, wird durch Blutspendeaktionen und die Zusammenarbeit mit Organisationen wie dem Philippinischen Roten Kreuz sichergestellt. Die Krankenhäuser halten zudem Testkits bereit und nehmen Überweisungen von RHUs entgegen.
Neben Dengue warnt das Gesundheitsamt vor anderen saisonalen Risiken wie wassergebundenen Krankheiten, Influenza-ähnlichen Symptomen und Leptospirose. Während in einigen städtischen Gebieten Cebus Überschwemmungen auftraten, wurde bisher kein Anstieg von Leptospirose-Fällen beobachtet. Bewohner mit Symptomen wie Fieber, Erbrechen, Schwäche oder Gliederschmerzen werden angewiesen, umgehend medizinische Hilfe zu suchen.


