Anklage wegen Korruptionsverdachts: Romualdez bereitet sich auf Ermittlungen vor
Ein milliardenschwerer Korruptionsskandal um Hochwasserschutzprojekte könnte dem ehemaligen Sprecher des Repräsentantenhauses, Ferdinand Martin Romualdez, zum Verhängnis werden. Der Vorwurf lautet, er habe ein System zur Veruntreuung öffentlicher Gelder angeführt, bei dem Politiker, staatliche Ingenieure und Bauunternehmer Gelder durch minderwertige oder gar nicht existierende Deich- und Hochwasserschutzprojekte abgezweigt haben.
Ombudsman Jesus Crispin Remulla hatte bereits am Freitag signalisiert, dass sein Amt kurz davor stehe, Anklage wegen Plünderung (Plunder) gegen Romualdez zu erheben. Romualdez' Rechtsanwalt Ade Fajardo erklärte am Sonntag, dass sein Mandant bereit sei, sich den Beschwerden zu stellen.
Fajardo wies die Vorwürfe entschieden zurück und betonte, dass es keinerlei Beweise gebe, die Romualdez mit den Unregelmäßigkeiten in Verbindung brächten. Bisher sei noch nicht einmal eine Voruntersuchung durch den Ombudsmann eingeleitet worden, und Romualdez habe auch noch keine Vorladung erhalten. Der Fall befinde sich derzeit noch in der Aufbauphase.
Der Anwalt entkräftete zudem Spekulationen, Romualdez könne versuchen, sich dem Verfahren durch eine Flucht aus dem Land zu entziehen. Romualdez sei weiterhin als Abgeordneter von Leyte aktiv und nicht untergetaucht. Er habe sein Amt freiwillig abgegeben, um den Ermittlungen den Weg zu ebnen. Zudem verwies Fajardo auf frühere Untersuchungsergebnisse des ICI, die keine Haftung für Romualdez ergeben hätten.
Quellen
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