Abfallkrise in Cebu City: Bürgermeister kritisiert ungleiche Behandlung durch Deponie
EditIn Cebu City sorgt die anhaltende Abfallkrise für politische Spannungen. Bürgermeister Nestor Archival stellte während einer Pressekonferenz infrage, warum die privat betriebene Binaliw-Deponie weiterhin Abfälle von privaten Entsorgern annimmt, die Müllabfuhr der Stadtverwaltung Cebu City jedoch weiterhin ablehnt.
Die Verweigerung der Deponie, den städtischen Müll entgegenzunehmen, besteht seit einem tödlichen Einsturz der Anlage im Januar. Archival erklärte, dass er bereits versucht habe, die Deponie zur Wiederaufnahme der städtischen Abfälle zu bewegen, bisher jedoch keine Rückmeldung erhalten habe. Er kritisierte die Ungleichbehandlung, da die Deponie über eine Betriebserlaubnis verfüge, die theoretisch alle Kunden abdecke, private Unternehmen jedoch bevorzugt würden, während die Stadt auf der Suche nach Alternativen bleibt.
Parallel dazu hat die Stadtverwaltung den Zeitplan für die Umstellung der Müllentsorgung angepasst. Das Verbot für Müllwagen aus den einzelnen Stadtbezirken (Barangays), SRP abzuladen, wurde vom 25. Juli auf den 31. Juli verschoben. Als Grund nannte der Bürgermeister notwendige Dokumentationen sowie die Abstimmung mit den beteiligten Akteuren.
Um den Übergang zu bewältigen, hat das Department of Public Services (DPS), das städtische Amt für öffentliche Dienste, spezielle Übergabepunkte festgelegt. Dort sollen die Müllwagen der Barangays den gesammelten Abfall an die städtischen Entsorgungsunternehmen übergeben. Diese Transferarbeiten sollen am 31. Juli nachts zwischen 23:00 Uhr und etwa 03:00 Uhr morgens stattfinden. Während Bezirke mit gemischtem Abfall die Übergabestellen nutzen müssen, können die zehn Barangays, die bereits Mülltrennung praktizieren, ihren Abfall weiterhin direkt zu den städtischen Ökostationen bringen.
Zudem prüft die Stadtverwaltung derzeit den Bau einer permanenten Transferstation. Dieses Konzept, das auch vom Department of Environment and Natural Resources (DENR) vorgeschlagen wurde, sieht vor, dass kleinere Müllwagen aus den Stadtbezirken den Abfall über eine erhöhte Plattform in größere Transportfahrzeuge entladen können.










