Gesellschaft: Landesweit

95 Jahre studentischer Journalismus: College Editors Guild of the Philippines feiert Jubiläum

Die College Editors Guild of the Philippines (CEGP) feiert ihr 95-jähriges Bestehen. Die Organisation wurde am 25. Juli 1931 ins Leben gerufen, was zugleich mit dem jährlichen Campus Press Freedom Day zusammenfällt. Die Jubiläumsfeierlichkeiten fanden im University Hotel der UP Diliman statt. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch den UP-Präsidenten Angelo Jimenez, der in den Jahren 1987 bis 1988 selbst als Präsident der CEGP fungierte.

College Editors Guild of the Philippines logo
Quelle: Google

Die Gründung der CEGP erfolgte durch den Zusammenschluss von Redakteuren aus vier studentischen Publikationen: The National der National University (NU), The Varsitarian der UST, der Philippine Collegian der University of the Philippines Diliman sowie The Guidon der Ateneo de Manila University (ADMU). Mit der Gründung am 25. Juli wurde auch der Geburtstag von Ernesto Rodriguez Jr. gewürdigt, der als Chefredakteur der Publikation The National an der NU tätig war.

Das Ziel der CEGP ist es, Campus-Journalistinnen und -Journalisten zu vereinen, um deren Fähigkeiten zu fördern, die Pressefreiheit zu verteidigen, Menschenrechte zu unterstützen und eine nationalistische Bildung voranzutreiben. Die ehemalige Ministerin des Department of Social Welfare and Development (DSWD) und CEGP-Alumna Judy Taguiwalo, die früher als Lektorin beim Philippine Collegian arbeitete, betonte die Bedeutung der Presse für die Demokratie. Sie beschrieb die Medien als unabhängige Kontrollinstanz, die Leser durch kritische und alternative Analysen mit den notwendigen Grundlagen für gesellschaftliches Handeln versorgen müsse.

Die Geschichte der studentischen Presse auf den Philippinen war eng mit politischen Umbrüchen verknüpft. Als im September 1972 das Kriegsrecht verhängt wurde, schaltete das Militär zahlreiche Medienunternehmen, einschließlich vieler Campus-Publikationen, ab. Viele dieser Publikationen agierten jedoch als Teil der sogenannten „Mosquito Press“. Dieser Begriff bezeichnet kleine, unabhängige alternative Medien, die der strengen Zensur der Marcos-Diktatur trotz ihrer geringen Größe mutig entgegentraten und das autoritäre Regime störten. Die CEGP konnte in den frühen 1980er Jahren wieder ordnungsgemäß aufgenommen werden.

Der 25. Juli ist durch den „National Campus Press Freedom Day Act“ (R.A. 11440) als nationaler Tag der Pressefreiheit an den Campus gebunden. Das Gesetz wurde am 28. August 2019 unterzeichnet und erkennt den Beitrag der studentischen Presse als wichtige Institution zur Förderung und zum Schutz der Presse- und Meinungsfreiheit an. Die CEGP gab jedoch in einer Stellungnahme zu bedenken, dass sich die Lage für studentische Journalistinnen und Journalisten über die Jahrzehnte kaum verbessert habe. Die Zensur habe zugenommen, Cyber-Libel (Verleumdung im digitalen Raum) werde als Werkzeug genutzt, um kritische Berichterstattung und Meinungsäußerungen zum Schweigen zu bringen, und Hochschulverwaltungen würden Redaktionen durch Vorabkontrollen einschränken.

Die CEGP blickt auf eine vielfältige Geschichte von Führungspersönlichkeiten zurück. Der erste Präsident der Organisation war Wenceslao Vinzons von der Philippine Collegian im Jahr 1931. Die University of the Philippines prägte die Organisation mit 16 Präsidenten am stärksten, darunter auch Vertreter der Standorte Baguio, Los Baños und Manila. Zu den weiteren Institutionen, die regelmäßig Präsidenten stellten, gehören das Lyceum of the Philippines, die Manuel L. Quezon University und die Philippine Law School mit jeweils fünf Vorsitzenden. Auch die Far Eastern University (vier), das San Beda College (vier) und die University of Santo Tomas (drei) waren maßgeblich vertreten.

Weitere Institutionen wie die Arellano University, die Ateneo de Manila University und die National University stellten jeweils zwei Präsidenten. Einzelne Vorsitzende stammten zudem von der De La Salle University, der EARIST, dem Philippine College of Criminology, der Polytechnic University of the Philippines, der Philippine Women’s University, der St. Paul University Manila, dem St. Scholastica’s College, der University of the East, der University of San Agustin und dem West Negros College. Helena Benitez von der Philippine Women’s University war im Jahr 1938 die erste Frau in diesem Amt, gefolgt von weiteren fünf weiblichen Präsidentinnen in den folgenden Jahrzehnten.

Innerhalb der Organisation gab es auch Personen, die zwei Amtszeiten absolvierten. Dies betraf Ernesto Rodriguez Jr. von der NU (1932-1934), Evelio Jayaon von der Arellano University (1961-1963), Teodoro Casino von der UPLB (1991-1994) sowie Prestolyn Suyat von der University of the East (1994-1998).