50 Jahre Parole- und Bewährungsverwaltung in Biliran: Fokus auf Resozialisierung und Existenzsicherung
EditDie Abteilung für Parole und Bewährung der Justiz (DOJ-PPA) in der Provinz Biliran feierte ihr 50-jähriges Bestehen. Im Mittelpunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten standen die transformative Wirkung der gemeindebasierten Rehabilitation, die restaurative Justiz sowie die Schaffung von Möglichkeiten zur Existenzsicherung für Personen unter Bewährung und unter Auflagen freigelassene Häftlinge.
Unter dem Motto „PPA@50: Die Vergangenheit ehren, die Gegenwart feiern und die Zukunft gestalten, um Leben zu erlösen und Beziehungen wiederherzustellen“ versammelte die Veranstaltung Regierungsbehörden, lokale Amtsträger und Partner aus der Gemeinschaft. Ziel war es, das gemeinsame Engagement zu bekräftigen, Klienten beim Wiederaufbau ihres Lebens zu unterstützen, damit sie wieder produktive Mitglieder der Gesellschaft werden können.
In einer Radiosendung von PIA Biliran am 21. Juli erläuterte die leitende Bewährungsbeamtin Jeannette B. Avorque, dass das Büro in Biliran drei zentrale Programme umsetzt: die therapeutische Gemeinschaft, die restaurative Justiz und das Programm für freiwillige Bewährungshelfer. Das Programm der therapeutischen Gemeinschaft konzentriert sich auf Verhaltens- und Einstellungsänderungen durch strukturierte Interventionen, Beratung und gemeinschaftsbasiertes Monitoring. Die restaurative Justiz soll durch Dialog, Rechenschaftspflicht und Versöhnung beschädigte Beziehungen zwischen Tätern, Opfern und der Gemeinschaft wiederherzustellen.
Zudem stärkt das Programm der freiwilligen Bewährungshelfer die Beteiligung der Gemeinschaft, indem Freiwillige die Beamten bei der Überwachung und Mentorenschaft der Klienten unterstützen. Trotz personeller Engpässe, das Büro verfügt über nur drei Bewährungsbeamte, von denen zwei im Außendienst derzeit 144 Klienten betreuen, führt die Behörde Ermittlungen, Aufsichts- und Rehabilitationsmaßnahmen mit Unterstützung von Partnern und Freiwilligen fort.
Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist zudem der Zugang zu Bildung für die Existenzsicherung. Durch Partnerschaften mit der TESDA und anderen Regierungsstellen erhalten Klienten praktische Fertigkeiten. Avorque betonte, dass die Klienten durch die Rehabilitation bei ihren Familien bleiben können, anstatt im Gefängnis zu sitzen. Dies ermögliche es Eltern, ihre Kinder weiterhin zu unterstützen, Schülern die Ausbildung zu ermöglichen und Müttern, ihre Familien zu versorgen, während sie gleichzeitig ein Einkommen erwirtschaften.
Ein Höhepunkt der Feierlichkeiten war die Ausstellung „Taboan sa Probation“ am 20. Juli im Bereich des Kapitol-Gebäudes. Dort wurden Produkte präsentiert, die von Personen unter Bewährung sowie von Gefangenen des Bureau of Jail Management and Penology (BJMP) hergestellt wurden. Die Ausstellung verdeutlichte das produktive Geschick und das unternehmerische Potenzial, das durch die Rehabilitationsprogramme entwickelt wurde.
Zusätzlich fand in Almeria, Barangay Talahid, eine praktische Schulung durch das PTC-Biliran und die TESDA-Cabucgayan National School of Arts and Trades (TESDA-CNSAT) statt. Etwa 100 Personen unter Bewährung nahmen an den Workshops zur Herstellung von Keksen und zum Entgräten von Milchfischen (Bangus) teil. An der Veranstaltung nahmen unter anderem die Bürgermeisterin von Almeria, Maria Sale, und die Vizegouverneurin Roselyn Espina-Paras teil, die den Gouverneur Rogelio J. Espina vertrat. Beide sprachen ihre Unterstützung für Programme aus, die ehemalige Straftäter dazu befähigen, eigenständige Bürger zu werden.





