Gesellschaft: Pampanga

Wirtschaftlicher Wandel und Verkehrschaos in der Region Pampanga

Die Gemeinden Porac und Angeles City in der Provinz Pampanga befinden sich in einem tiefgreifenden wirtschaftlichen und demografischen Wandel. Während Porac in der Vergangenheit als ruhige Gemeinde galt, in der lediglich ein Sägewerk der Dizons sowie eine Flaschenfabrik der San Miguel Corporation im Barangay Mancatian tätig waren, hat sich die Region zu einem Standort für große Industrieunternehmen und Handelsbetriebe entwickelt. Inzwischen sind auch namhafte Geschäftsgruppen wie die Familien Sy und Ayala in der einst eher beschaulichen Gemeinde aktiv, was die Entwicklung Poracs hin zu einer potenziellen neuen Stadt vorantreibt.

Road Construction Crew Working on Project Outdoorswirestock
Symbolbild: Envato

Dieser Fortschritt zeigt sich auch in der Infrastruktur von Angeles City. Ein Beispiel ist der Friendship Highway, der ursprünglich als zweispurige Straße mit Souvenirläden für das Personal der nahegelegenen Clark Air Force Base diente. Mittlerweile wurde die Straße auf sechs Spuren ausgebaut und beherbergt zahlreiche Restaurants, Hotels und Wellness-Einrichtungen. Ein Teil dieses Gebiets hat sich zudem zu einer sogenannten „Korean Town“ entwickelt. Neue Straßenkorridore verbinden diesen Bereich nun mit dem Nordosten von Angeles City, wobei Straßendämme am Abacan-Fluss, errichtet während der Amtszeit des damaligen Kongressabgeordneten und heutigen Bürgermeisters Jonjon Lazatin, Fahrten zum Marquee Mall oder zum Rathaus ermöglichen.

Der wirtschaftliche Aufschwung bringt jedoch massive Probleme für den Verkehr mit sich. Die Verbindung zwischen Angeles City und Porac ist mittlerweile so stark belastet, dass Autofahrer mit deutlich längeren Fahrzeiten rechnen müssen, was mit der Situation auf der EDSA verglichen wird. Das Verkehrsaufkommen in Angeles City ist durch eine enorme Vielfalt an Fahrzeugen geprägt, die von Motorrädern und E-Bikes über Lieferwagen bis hin zu traditionellen Kolong-Kolongs reicht. Die Stadtverwaltung steht vor der Herausforderung, dass die vorhandenen Straßen nicht ausreichen, um die Verkehrsströme zu bewältigen.

Ein wesentlicher Grund für die Belastung ist die hohe Bevölkerungsdichte. Während die ständige Einwohnerzahl von Angeles City bei fast einer halben Million liegt, wird die Tagesbevölkerung auf etwa 1,5 Millionen Menschen geschätzt. Da die Stadtfläche mit etwas mehr als 6.000 Hektar begrenzt ist, eine Fläche, die sogar etwas kleiner als die Hacienda Luisita in Tarlac ist -, stößt die Stadt an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Straßen werden zwar erweitert, um den Fortschritt des nahegelegenen Clark Freeport zu unterstützen, doch die Menge der Fahrzeuge bleibt eine enorme Belastung.

Zusätzlich gibt es infrastrukturelle Probleme in privaten Wohnanlagen. Viele Straßen in geschlossenen oder offenen Siedlungen befinden sich in einem schlechten Zustand. Dies liegt oft an ungeklärten Zuständigkeiten bei der Instandhaltung. Straßen in solchen Wohngebieten müssen formell an die jeweilige Lokalverwaltung gespendet werden, um in deren Verantwortung zu übergehen. Dieser Prozess umfasst eine Beratung durch den Stadt- oder Gemeinderat und kann öffentliche Anhörungen beinhalten, in denen über die Annahme der Straßenverantwortung entschieden wird.