Sicherheit: Metro Manila

Manila: Fund von Särgen mit Anti-China-Botschaften sorgt für diplomatische Spannungen

In der philippinischen Hauptstadt Manila wurden am frühen Freitagmorgen fünf verlassene Särge entdeckt, die mit Botschaften gegen China versehen waren. Einer der Särge war unmittelbar vor der chinesischen Botschaft platziert worden. Die Funde enthielten unter anderem Fotos des chinesischen Präsidenten Xi Jinping, des Außenministers Wang Yi sowie des chinesischen Botschafters in Manila, Jing Quan, die mit dem Wort „gierig“ beschriftet waren.

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Symbolbild: Envato

Die chinesische Botschaft in Manila reagierte mit einer scharfen Protestnote gegenüber der philippinischen Regierung. Der Botschaftssprecher Ji Lingpeng bezeichnete die Särge als „politische Provokation“ und äußerte die Sorge, dass die Aktion darauf abziele, Feindseligkeiten zwischen Filipinos und Chinesen zu schüren.

Das philippinische Außenministerium (Department of Foreign Affairs, DFA) distanzierte sich in einer offiziellen Stellungnahme von den Vorfällen. Solche Handlungen entsprächen weder der Herangehensweise der Regierung in der Außenpolitik noch der Art und Weise, wie Filipinos Kritik oder Unzufriedenheit äußern, selbst bei sensiblen politischen Themen. Das Ministerium betonte zudem ausdrücklich, dass Gewaltandrohungen gegen ausländische Amtsträger nicht geduldet werden.

Der Vorfall tritt in eine Zeit zunehmender Spannungen zwischen Manila und Peking hinein. Die beiden Nationen geraten im Südchinesischen Meer wiederholt aufgrund von Streitigkeiten über umstrittene maritime Gebiete aneinander. Die philippinische Polizei konnte die verantwortlichen Personen bislang nicht identifizieren, während China die philippinischen Behörden aufforderte, den Vorfall gründlich zu untersuchen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.