Verteidigungsbündnis mit den USA bleibt trotz Truppenverlegungen stabil
EditDie Philippinen erwarten keine Einschränkungen ihrer militärischen Zusammenarbeit mit dem Vertragspartner USA, auch wenn US-Verteidigungsressourcen in den Nahen Osten verlegt werden. Dies erklärte ein Regierungsvertreter am Montag.
Die Verschiebung von militärischen Kapazitäten, darunter der Flugzeugträger USS George Washington vom Pazifik in den Nahen Osten, hatte Fragen zu den US-Verteidigungsvereinbarungen im Indopazifik aufgeworfen. Roy Vincent Trinidad, ein Sprecher des Militärs, betonte jedoch in einem Pressebriefing, dass keine Zweifel an der Verpflichtung der USA bestehen. Er gab an, dass man keinen Rückgang oder eine Verlangsamung der gemeinsamen Aktivitäten vorherse und das Verteidigungsengagement zwischen den USA und den Philippinen unerschütterlich sei.
Diese Aussagen erfolgen vor dem Hintergrund, dass US-Präsident Donald Trump das Pentagon angewiesen hat, gemeinsame Militärübungen mit dem Verbündeten Südkorea zu reduzieren. Als Gründe hierfür wurden die Kosten der Manöver sowie die Weigerung Seouls genannt, sich an Maßnahmen gegen den Iran zu beteiligen.
Die Philippinen zählen zu den engsten Verteidigungspartnern der USA in Asien. Zwischen den beiden Nationen besteht ein jahrzehntealtes gegenseitiges Verteidigungsbündnis sowie Abkommen über Besuchsstreitkräfte und die Nutzung verschiedener Verteidigungsstandorte und Basen auf dem philippinischen Archipel. Jährlich finden auf den Philippinen Dutzende Veranstaltungen und Kriegsspiele mit US-Truppen statt, an denen tausende Soldaten beteiligt sind. Für das kommende Jahr wurden bereits neue Aktivitäten genehmigt, darunter groß angelegte Übungen und Expertenaustausch.
Unterstützung für diese Positionierung gab auch Elbridge Colby, ein politischer Chef des Pentagon, während eines Besuchs in Manila in der vergangenen Woche. Er bekräftigte das Engagement Washingtons in der Region und stellte klar, dass sich die USA nicht aus Asien zurückziehen, sondern darauf fokussiert seien, ein günstiges Machtgleichgewicht im Indopazifik aufrechtzuerhalten.





