Verteidigung von Rodrigo Duterte fordert medizinische Untersuchungen vor ICC-Prozess
EditDie ICC weitere medizinische Untersuchungen beantragt. Das Verteidigungsteam unter der Leitung von Peter Haynes strebt eine erneute Begutachtung durch Neurologen und andere medizinische Experten an, um den Zustand des inhaftierten Ex-Regenten vor Beginn des Prozesses formell bewerten zu lassen.
Dieser Antrag erfolgt trotz der Feststellung eines zuvor vom Gericht eingesetzten Expertengremiums. Das dreiköpfige Panel der Trial Chamber III hatte bereits bestätigt, dass Duterte die Fähigkeit besitzt, den Prozess zu führen und monatelangen oder gar jahrelangen Anhörungen standzuhalten.
Parallel dazu wehrt sich die Verteidigung gegen den Versuch der ICC-Anklage, den Umfang des Verfahrens zu erweitern. Die Anklage möchte acht zusätzliche Vorfälle, bezeichnet als Incidents 50 bis 57, in das Prozessdossier aufnehmen. Die Verteidigung argumentiert, dies stelle eine unzulässige Ausweitung des Falls dar, da die ursprünglich im April 2026 bestätigten Anklagepunkte lediglich 49 Vorfälle umfassten.
Laut der Verteidigung beziehen sich die neuen Vorwürfe auf andere Opfer, Daten, Orte und Täter. Zudem wird kritisiert, dass die Anklage den relevanten Zeitraum für einen der Anklagepunkte einseitig von Juli 2017 auf August 2017 ausgeweitet habe. Die Verteidigung stellte zudem die Beweiskraft einiger Dokumente infrage, PNP, die laut ihrer Darstellung von dem ehemaligen Senator Antonio Trillanes stammten und keine offiziellen Beglaubigungen aufwiesen. Das Team fordert nun, dass die Anklage entweder eine gerichtliche Genehmigung einholt oder die neuen Vorfälle aus dem Dossier streicht.






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