US-Jazzsängerin Cassandra Wilson im Alter von 70 Jahren verstorben
EditDie US-amerikanische Jazzsängerin Cassandra Wilson ist am Mittwoch im Alter von 70 Jahren verstorben. Wie ihr Manager Robert Torre mitteilte, verstarb die Grammy-Preisträgerin friedlich in ihrem Heimatort Jackson im Bundesstaat Mississippi. Sie war zu diesem Zeitpunkt von ihrer Familie, engen Freunden und ihrem Manager umgeben.
Die genaue Todesursache wurde in der Mitteilung nicht genannt. Torre bezeichnete Wilson als legendäre Jazz-Künstlerin, während die Familie und der enge Freundeskreis um Privatsphäre baten. Wilson war als Sängerin, Songwriterin und Produzentin bekannt und prägte über drei Jahrzehnte hinweg die Musikszene mit ihrer markanten, ausdrucksstarken Altstimme.
Zu ihren bedeutendsten Erfolgen zählt der Gewinn des Grammys in der Kategorie 'Best Jazz Vocal Performance' für das Album „New Moon Daughter“ im Jahr 1997. Im Jahr 2009 wurde sie zudem mit dem Grammy für das beste Jazz-Vokalalbum für „Loverly“ ausgezeichnet. Darüber hinaus spielte sie eine führende Rolle in dem Oratorium „Blood on the Fields“ von Wynton Marsalis, welches als erstes Jazzwerk den Pulitzer-Preis erhielt.
In ihrer Karriere arbeitete Wilson mit verschiedenen Musikern zusammen, darunter die Saxophonisten Steve Coleman und Greg Osby sowie die Hip-Hop-Gruppe The Roots. Der Musiker Jon Batiste würdigte sie in den sozialen Medien und betonte ihren großen Einfluss auf ihn. Er hob besonders ihren unverwechselbaren Gesangsstil sowie ihre Fähigkeit hervor, folkloristische, R&B- und diasporische Musik mit experimentellen und populären Genres zu verweben.





