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Unregelmäßigkeiten bei SEA-Games-Fackel: NBI untersucht fragwürdige Zahlungen

Bei den Südostasienspielen (SEA Games) 2019 auf den Philippinen ist die umstrittene Fackel in den Mittelpunkt von Ermittlungen gerückt. Finanzielle Unregelmäßigkeiten, darunter mutmaßliche Doppelzahlungen und POC und dem Organisationskomitee der SEA Games (PHISGOC), wurden ans Licht gebracht.

Happy Volunteers Cleaning Up Trash in ParkDragonImages
Symbolbild: Envato

Ein zentraler Kritikpunkt betrifft die Herkunft der Gelder: Das POC habe Erstattungen an das PHISGOC geleistet, wobei die Mittel des Komitees aus öffentlichen Geldern stammten. Da das PHISGOC jedoch als Nichtregierungsorganisation (NGO) eingestuft wird, wirft diese Transaktion Fragen zur Rechtmäßigkeit auf. Zudem deutet die Untersuchung darauf hin, dass die Zahlung für die Fackel erst nachträglich erfolgte und erst Jahre nach der Austragung der Spiele beglichen wurde. Laut NBI-Direktor Melvin Matibag wurden diese Unregelmäßigkeiten im Rahmen der Ermittlungen des National Bureau of Investigation (NBI) festgestellt.

Auch bei den Kosten und der Beschaffung der Fackel gibt es Unstimmigkeiten. Während die Kosten für das Objekt öffentlich mit 55 Millionen Pesos angegeben wurden, belegen Dokumente, die dem NBI vorliegen, dass tatsächlich weniger als 50 Millionen Pesos gezahlt wurden. Darüber hinaus stellte das NBI fest, dass die Komponente der Fackel, die für die Flammenproduktion verantwortlich ist, gemietet und nicht gekauft wurde.

Die Ermittlungen des NBI konzentrieren sich auf die mutmaßlich anomalen Beschaffungsprozesse und Zahlungsabläufe im Zusammenhang mit Projekten der SEA Games 2019. Nachdem am Montag die Aussage eines Zeugen vorlag, plant die Behörde nun, weitere Vorladungen an beteiligte Personen auszusprechen, um die neu entdeckten Details zur Beschaffung und Bezahlung der Fackel weiter aufzuklären.