Sicherheit

Überlebende starten Kampagne gegen Online-Missbrauch von Kindern

Das PSN, ein Zusammenschluss erwachsener Überlebender von Kindesmissbrauch, hat die Kampagne „Hope U Protect“ ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, philippinische Kinder vor sexuellem Missbrauch und OSAEC zu schützen. Die Kampagne setzt auf eine Basisarbeit in den Gemeinden und die Zusammenarbeit mit lokalen Regierungen, um notwendige Schutzmaßnahmen zu verabschieden und durchzusetzen.

Adult Playing Basketball on an Outdoor CourtGarakta-Studio
Symbolbild: Envato

Die Kampagne wurde am 1. Juli im Rahmen des „Manila Prayer Gathering“ vorgestellt. Diese ökumenische Veranstaltung wurde von der International Justice Mission (IJM) Philippines organisiert, um deren 25-jährige Arbeit gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern zu würdigen. An dem Treffen nahmen hunderte Unterstützer aus Regierungsbehörden, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Glaubensgemeinschaften teil.

Patricia Berame, eine führende Vertreterin des PSN, betonte bei der Vorstellung, dass OSAEC kein fernes Problem sei. Die Straftaten könnten direkt in den eigenen Wohnungen, über Mobiltelefone oder soziale Medien stattfinden. Sie bezeichnete die Ausbeutung als ein verborgenes Verbrechen, das Familien verstummen lasse und die Sicherheit der Kinder massiv gefährde.

Die Dringlichkeit der Kampagne wird durch aktuelle Zahlen untermauert. Laut einer Studie „Scale of Harm“ der IJM und des Nottingham Rights Lab wurden im Jahr 2023 fast eine halbe Million philippinische Kinder für die Erstellung von Material zur sexuellen Ausbeutung missbraucht. Dies entspricht etwa einem von 100 Kindern. Zudem war ein Viertel einer Million philippinischer Erwachsener an dieser Form des Menschenhandels beteiligt.

Die „Hope U Protect“-Kampagne verfolgt konkrete Ziele: 100.000 Schulkinder sollen durch altersgerechte Aufklärung über Online-Sicherheit erreicht werden, während 1.000 Eltern, Lehrkräfte und andere Erwachsene in Präventionsmaßnahmen eingebunden werden sollen. Zudem strebt die Initiative an, sechs ausgewählte Kommunen bei der Verabschiedung und Überwachung von lokalen Anti-OSAEC-Verordnungen zu unterstützen. Die Aktivitäten umfassen unter anderem Lernsessions für Kinder über körperliche Grenzen, Animationsfilme zur Meldung von Missbrauch und Workshops für Familien.

Quellen