Wirtschaft

Transportverbände fordern Fahrpreiserhöhung um zwei Pesos und drohen mit Streik

Aufgrund steigender Kraftstoffpreise fordern philippinische Transportverbände eine Erhöhung der Fahrpreise um mindestens zwei Pesos. Die Gruppen erwägen zudem einen landesweiten Streik, sollten die Kosten für Erdölprodukte weiter ansteigen.

Enthusiastic Volunteers Cleaning in Sunny Urban Parkpaegagz
Symbolbild: Envato

Mar Valbuena, Vorsitzender der Organisation MANIBELA, erklärte in einem Interview mit Unang Balita, dass eine Erhöhung um nur einen Peso nicht ausreiche. Die Fahrer und Betreiber hätten seit März finanzielle Verluste erlitten, die sie bisher nicht ausgleichen konnten. Valbuena merkte an, dass eine bereits früher beantragte Erhöhung um einen Peso vor den aktuellen Spannungen im Nahen Osten zwischen den USA und dem Iran hätte gewährt werden müssen. Durch die gestiegenen Lebenshaltungskosten und die geopolitischen Spannungen habe der Wert dieses beantragten Betrags faktisch um 100 Prozent abgenommen.

Auch Libay de Luna, Präsidentin von ACTO, sprach sich für eine Anhebung der Mindesttarife aus. Eine Erhöhung um ein bis zwei Pesos würde das Nettoeinkommen der Fahrer schätzungsweise um 150 bis 200 Pesos steigern und eine erhebliche Entlastung für den gesamten Transportsektor bedeuten. Neben der Tarifanpassung hofft de Luna zudem auf zusätzliche staatliche Hilfen.

Die Transportsektoren beobachten die Entwicklung der Ölpreise genau. Valbuena warf den Ölgesellschaften vor, die Situation auszunutzen, und kritisierte das Department of Energy (DOE), dem mangelndes Eingreifen vorzuwerfen. Er befürchtete, dass die Preise für Treibstoff unbemerkt wieder die Marke von 100 Pesos erreichen könnten. Im Falle eines Streiks wird mit der Beteiligung von rund 100.000 Fahrern und Betreibern im ganzen Land gerechnet.

Als nächsten Schritt plant MANIBELA ein Treffen mit dem Land Transportation Franchising and Regulatory Board (LTFRB) am Dienstag, den 21. Juli, um die Forderung nach der Fahrpreiserhöhung zu erörtern. ACTO prüft derweil die Lage und behält sich einen Streik ebenfalls vor, falls die Ölpreise weiter steigen.

Quellen

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.