Gesellschaft: Iloilo

Dengue-Infektionen in der Provinz Iloilo nehmen sprunghaft zu

In der philippinischen Provinz Iloilo ist ein deutlicher Anstieg von Dengue-Fällen zu beobachten. Das Gesundheitsamt der Provinz, das IPHO, meldete für die 34. Morbiditätswoche, die den Zeitraum vom 22. bis 29. August abdeckte, 266 neue Infektionen mit dem Dengue-Virus.

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Symbolbild: Envato

Durch diese jüngsten Neuinfektionen stieg die kumulative Zahl der Dengue-Fälle in der Provinz seit dem 4. Januar auf insgesamt 2.668 an. In diesem Zeitraum wurden zudem 12 Todesfälle verzeichnet. Trotz des aktuellen Anstiegs liegt die Zahl der Infektionen im bisherigen Jahresverlauf noch um 39 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres, als im gleichen Zeitraum 4.348 Fälle und 18 Todesfälle registriert wurden.

Die Gemeinde Estancia hat sich als zentraler Hotspot der Provinz herausgestellt. Allein in der vergangenen Woche wurden dort 44 der 266 neuen Fälle gemeldet. Estancia weist zudem mit 241 Fällen und vier Todesfällen die höchste Gesamtzahl an Infektionen in diesem Jahr auf und verzeichnet die meisten Barangays, in denen die Infektionen gehäuft auftreten. Weitere Gebiete mit signifikanten Neuinfektionen in der letzten Woche waren Carles mit 18 Fällen, Lambunao mit 15, Alimodian mit 14 und Balasan mit 13 Fällen.

Die 12 Todesfälle in der gesamten Provinz verteilen sich auf verschiedene Orte: Vier Todesfälle wurden in Estancia gemeldet, zwei in Carles. Jeweils ein Todesfall ereignete sich in den Gemeinden Ajuy, Sara, San Dionisio, Miag-ao, San Joaquin und Dingle. Die statistische Erhebung zeigt zudem, dass Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren mit 533 Fällen die am stärksten betroffene Altersgruppe sind. Es folgen die 10- bis 14-Jährigen mit 465 Fällen, gefolgt von den 20- bis 29-Jährigen mit 384 Fällen und den 15- bis 19-Jährigen mit 368 Fällen. Die Gruppen der über 40-Jährigen verzeichneten 356 Fälle, während Kinder im Alter von ein bis vier Jahren 309 Fälle aufweisen. Säuglinge unter einem Jahr waren mit 117 Fällen betroffen. Die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen verzeichnete 140 Fälle.

Die Daten des IPHO führen weitere Gebiete mit hohen Fallzahlen auf: Calinog verzeichnete 183 Infektionen, gefolgt von Cabatuan mit 165, Passi City mit 143, Dumangas mit 127, Carles mit 126, Ajuy mit 118, Concepcion und Lambunao mit jeweils 90 sowie Alimodian mit 82 Fällen. Weitere Meldungen kamen aus Oton (80), Tigbauan (77), Balasan und Batad (jeweils 72), Maasin (71), San Enrique (65), Santa Barbara (64), Sara (64), San Dionisio (63), Pototan (53), San Miguel (51), Dingle (49), Janiuay (48), Banate (43), Pavia (42), San Rafael (40), Miag-ao (39), Leganes (33), Bingawan (29), Barotac Viejo und Dueñas (jeweils 28), Guimbal (22), Lemery (20), Leon und Zarraga (jeweils 19), Barotac Nuevo (18) sowie San Joaquin (17).

Die Leiterin des IPHO, Dr. Maria Socorro Colmenares-Quiñon, mahnte Eltern und Erziehungsberechtigte dazu an, bei Anzeichen von Dengue wie plötzlichem hohen Fieber, starken Kopf- oder Gliederschmerzen, Hautausschlägen oder im schweren Fall Blutungen umgehend medizinische Hilfe zu suchen. Da es keine spezifische Heilung für die durch die Aedes-aegypti-Mücke übertragene Virusinfektion gibt, können schwere Verläufe ohne rechtzeitige medizinische Versorgung tödlich enden.

Um die Ausbreitung zu bekämpfen, setzt das Gesundheitsamt auf die Strategie des „Suchens und Zerstörens“. Die Bewohner werden aufgefordert, stehendes Wasser und andere potenzielle Brutstätten der Mücken in ihren Häusern und der Umgebung regelmäßig zu beseitigen. Besondere Aufmerksamkeit gilt Gemeinden mit sogenannten „Clustering-Barangays“, in denen über vier aufeinanderfolgende Wochen hinweg in drei oder mehr Barangays Fälle auftraten. Neben Estancia mit elf solchen Gebieten sind auch Passi City (sieben), Concepcion und Carles (jeweils sechs) sowie Balasan (fünf) davon betroffen.