Stromnetz in Visayas wegen Kraftwerksausfällen in gelber Alarmstufe
EditDas Stromnetz in der Region Visayas wurde am Donnerstag zwischen 17:00 und 18:00 Uhr in den gelben Alarmstatus versetzt. Grund für die Warnung waren der erzwungene Ausfall zweier bedeutender Kohlekraftwerke sowie eine eingeschränkte Stromlieferung aus dem Netz von Mindanao.
Nach einer Mitteilung der National Grid Corporation of the Philippines (NGCP) sind die Einheit 3 der Panay Energy Development Corporation (PEDC) und die Einheit 1 der Kepco SPC Power Corporation (KSPC) derzeit nicht einsatzbereit. Zusätzlich wurde der Stromimport aus Mindanao durch den ungeplanten Ausfall der Einheit 3 der FDC Misamis Power Corporation beeinträchtigt. Erschwerend kamen geplante Wartungsarbeiten an der Einheit 4 von GNPower Kauswagan sowie an der Einheit 2 von Therma South Inc. hinzu.
Infolge dieser Einschränkungen belief sich die verfügbare Kapazität des Netzes auf etwa 2.557 MW. Damit liegt der Wert nur knapp über der erwarteten Spitzenlast von 2.479 MW, wodurch die notwendige Reserve für unvorhergesehene Ereignisse unterschritten wurde. Die NGCP berichtete zudem, dass allein in diesem Monat sechs Kraftwerke einen erzwungenen Ausfall erlitten haben. Weitere 21 Anlagen sind bereits seit dem Jahr 2021 nicht verfügbar. Da zudem 17 Kraftwerke nur mit reduzierter Leistung arbeiten, beläuft sich der gesamte Kapazitätsverlust im Netz auf rund 645,6 MW.
Energiebehörden hatten bereits vor möglichen gelben oder roten Alarmstufen in Visayas gewarnt, da die Kapazitäten begrenzt sind und das Super-El-Niño-Phänomen bereits mehrere Provinzen belastet. Um die Versorgung zu sichern und weitere Unterbrechungen zu vermeiden, setzt die NGCP bereits Maßnahmen wie die Nutzung von Batteriespeichersystemen ein.






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