Umfrage: Über die Hälfte der Filipinos fordert persönliche Aussage von Vizepräsidentin Sara Duterte
EditEine aktuelle Umfrage des Instituts Pulse Asia zeigt, dass mindestens 51 Prozent der philippinischen Bevölkerung möchten, dass Vizepräsidentin Sara Duterte persönlich vor dem Impeachment-Gericht im Senat aussagt. Die Erhebung mit dem Titel „Ulat ng Bayan“, die im Zeitraum vom 17. bis 24. September 2026 unter 2.400 Befragten landesweit durchgeführt wurde, verdeutlicht eine starke regionale Spaltung in der Einstellung zu diesem Vorhaben.
Während in der NCR 66 Prozent und in Balance Luzon 61 Prozent der Befragten eine persönliche Zeugenaussage der Vizepräsidentin befürworten, ist die Haltung in Mindanao deutlich anders. In dieser Region halten 61 Prozent eine Erscheinung vor dem Impeachment-Gericht für nicht notwendig, und lediglich 32 Prozent sprechen sich für eine Aussage aus. In den Visayas liegt die Zustimmung für eine persönliche Aussage bei 43 Prozent.
Auch bei der Betrachtung der sozioökonomischen Schichten zeigen sich deutliche Unterschiede. In der Klasse ABC befürworten mindestens 56 Prozent eine persönliche Aussage, in der Klasse D sind es 53 Prozent. Im Gegensatz dazu halten nur 35 Prozent der Befragten aus der Klasse E eine persönliche Erscheinung im Verfahren für erforderlich. Betrachtet man die gesamte Bevölkerung, so halten 34 Prozent der Befragten eine Erscheinung der Vizepräsidentin vor dem Gericht nicht für nötig, während 14 Prozent unentschieden sind und 1 Prozent keine Angabe zur Meinung macht.
Die Umfrage liefert zudem Erkenntnisse über den Informationsstand der Bevölkerung bezüglich des Verfahrens. Landesweit geben 53 Prozent der Befragten an, nur wenig über das Amtsenthebungsverfahren gegen die Vizepräsidentin zu wissen. Dieser Mangel an Wissen ist in Balance Luzon (55 %), Mindanao (52 %) und den Visayas (51 %) besonders ausgeprägt, während in der NCR 48 Prozent angaben, wenig zu wissen. Nur 35 Prozent der Befragten auf nationaler Ebene fühlen sich ausreichend über den Fall informiert. Im Detail gaben 52 Prozent der Befragten aus der Klasse ABC an, zwar nicht über ein großes, aber über ausreichendes Wissen zu verfügen, während dies bei 34 Prozent der Klasse D und 32 Prozent der Klasse E der Fall war. Nur 5 Prozent der Befragten gaben an, über ein sehr großes Wissen zu verfügen, während 6 Prozent fast oder gar kein Wissen besitzen.
Trotz des teilweise geringen Wissensstandes besteht ein grundsätzliches Interesse am Verfahren: 55 Prozent der Befragten zeigten sich an dem Prozess interessiert. Während 20 Prozent Desinteresse äußerten, konnten 25 Prozent der erwachsenen Filipinos nicht sagen, ob sie am Impeachment-Verfahren interessiert seien oder nicht.
Die rechtliche Grundlage des Verfahrens hat sich kürzlich verändert. Das Anklagegremium des Repräsentantenhauses zog am 6. Oktober drei Anklagepunkte zurück: Artikel 1 bezüglich des Vorwurfs des Missbrauchs vertraulicher Gelder, Artikel 4 wegen schwerer Drohungen sowie Artikel 3 im Zusammenhang mit Bestechungsvorwürfen beim Bildungsministerium. Damit hat das Anklagegremium den Fall auf Artikel 2 verengt, der Vorwürfe wegen unerklärlichen Vermögens, Verstöße gegen die Erklärung über Vermögenswerte, SALN sowie unzulässige Geschäftsinteressen umfasst.
Die Vorwürfe bezüglich des unerklärlichen Vermögens sind den meisten Bürgern bekannt: 71 Prozent der Befragten wissen landesweit über diese Anschuldigungen Bescheid, wobei die Bekanntheit in den Visayas mit 84 Prozent am höchsten ist, gefolgt von der NCR (69 %), Balance Luzon (70 %) und Mindanao (62 %). Über alle sozioökonomischen Schichten hinweg berichteten die Mehrheiten von einer Kenntnis dieser Vorwürfe: 75 Prozent in der Klasse ABC, 70 Prozent in der Klasse D und 69 Prozent in der Klasse E.
Hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der Vorwürfe zeigt sich ein geteiltes Bild. Eine beträchtliche Gruppe von 39 Prozent der landesweiten Befragten kann nicht sagen, ob die Anschuldigungen wahr oder unwahr sind. In Mindanao halten jedoch mindestens 71 Prozent der Befragten diese Vorwürfe für unwahr, eine Ansicht, die auch 44 Prozent in der Klasse E teilen. In der NCR hingegen halten 41 Prozent die Anschuldigungen für wahr. In den Visayas sind 39 Prozent unentschieden, während 33 Prozent die Behauptungen für nicht wahr halten. In anderen Teilen von Luzon zeigen sich 48 Prozent der Befragten unentschieden, während in der Klasse ABC 44 Prozent und in der Klasse D 39 Prozent keine eindeutige Meinung äußerten.





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