Streit um China-Sympathisanten: Sara Duterte fordert Nennung von Regierungsmitgliedern
EditIn der politischen Auseinandersetzung um die Souveränität im Westphilippinischen Meer hat Vizepräsidentin Sara Duterte Verteidigungsminister Gilberto Teodoro Jr. aufgefordert, die Namen der Regierungsbeamten zu offenlegen, die er als „pro-China“ bezeichnet hat. Sie kritisierte, dass man solche Behauptungen aufstellen könne, ohne die konkreten Amtsträger zu identifizieren.
Duterte deutete an, dass selbst Präsident Ferdinand Marcos Jr. zu den Verdächtigen gehören könnte, die Teodoro im Sinn habe, da der Verteidigungsminister keine Liste mit Namen vorgelegt habe. Dies führte zu Spekulationen, ob auch der Präsident in die Gruppe derer fallen könnte, auf die sich die Vorwürfe beziehen könnten.
Verteidigungsminister Teodoro hielt dagegen und stellte klar, dass seine Forderung nach Rücktritten keine bloße Vermutung sei. Er hatte zuvor dazu aufgerufen, dass Beamte ihr Amt niederlegen sollten, wenn sie sich weigern, die nationale Politik bezüglich des Westphilippinischen Meeres zu unterstützen. Laut Teodoro basieren seine Äußerungen auf Verstößen gegen geltendes Recht oder bestehende Vorschriften.
Die Spannungen innerhalb der Regierung wurden durch die Intervention von Paolo „Pulong“ Duterte weiter verschärft. Der Abgeordnete für den ersten Distrikt von Davao City und Bruder der Vizepräsidentin kritisierte Teodoro scharf und warf ihm vor, China zu dämonisieren und gewählte Amtsträger „Loyalitätstests“ zu unterziehen.
Das Präsidialamt reagierte unmittelbar auf die Kritik von Paolo Duterte und bezeichnete dessen Aussagen zur Loyalität gegenüber den Philippinen als „sehr alarmierend“. Damit wurde in Zweifel gezogen, ob die Treue des Abgeordneten gegenüber dem Land gefestigt sei.




