Steigende HIV-Zahlen in Cebu: Provinzrat fordert verstärkte Maßnahmen
Angesichts steigender HIV-Infektionen in der Region Cebu hat der Provinzrat von Cebu eine Resolution verabschiedet, um die Überwachung und die Bekämpfung der Krankheit zu intensivieren. Die Entscheidung wurde am 6. Juli 2026 getroffen. Mit der Resolution, die von Ratsmitglied Dason Lorenz Lagon verfasst wurde, werden das Gesundheitsministerium (DOH 7) und IPHO aufgefordert, ihre Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit zu verstärken.
Hintergrund der Forderung sind aktuelle medizinische Daten, wonach auf der gesamten Insel Cebu insgesamt 954 bestätigte HIV-Fälle gemeldet wurden. Davon entfallen allein 319 Fälle auf die Provinz Cebu. Die Zahlen umfassen auch die unabhängigen Städte Cebu, Mandaue und Lapu-Lapu. Ein signifikanter Teil der Infektionen weist auf ein bestimmtes Übertragungsmuster hin: Laut dem Provinzgesundheitsamt wurden 629 der registrierten Fälle auf sexuellen Kontakt zwischen Männern zurückgeführt.
Die Region Zentralvisayas gilt laut Berichten des Epidemiologie-Büros des Gesundheitsministeriums als eines der Gebiete auf den Philippinen mit hoher HIV-Belastung. In der Zeitspanne von Januar 1984 bis März 2026 wurden in Zentralvisayas insgesamt 12.137 HIV-Fälle verzeichnet, was etwa sieben Prozent aller landesweit gemeldeten Infektionen entspricht.
Als Reaktion auf die aktuelle Lage hat das Gesundheitsministerium für Zentralvisayas am 17. Juli 2026 die Beschaffung umfangreicher Medikamentenbestände bekannt gegeben. Es wurden 979.200 Tabletten der empfohlenen Erstlinien-Therapie TLD (Tenofovir, Lamivudine und Dolutegravir) erworben, was einer Menge von 32.640 Flaschen entspricht. Diese Kombination wird als hochwirksam beschrieben, um die Viruslast bei Betroffenen zu unterdrücken und einen unnachweisbaren Status im Blut zu erreichen. Die Verteilung der Medikamente soll den Zugang zur Behandlung für Menschen, die mit HIV leben, in der gesamten Region sicherstellen.
Quellen
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