Schädlingsbefall bei Zuckerrohr betrifft über 300.000 Menschen in Visayas und Negros
EditEin massiver Ausbruch des rotgestreiften Schildlaus-Schädlings (Red-striped soft scale insect, RSSI) hat weitreichende Auswirkungen auf die Regionen Western Visayas und Negros Island. Nach aktuellen Daten des Disaster Response Operations Monitoring and Information Center (DROMIC), dem Überwachungszentrum für Katastrophenhilfe des Sozialministeriums (DSWD), waren bis zum Morgen des 20. August 301.084 Personen von dem Befall betroffen. Die Zahl umfasst 74.115 Familien, die in insgesamt 909 Barangays leben.
Die betroffenen Gebiete erstrecken sich über die Provinzen Iloilo und Capiz in Western Visayas sowie Negros Occidental und Negros Oriental in der Negros Island Region. Der Befall nahm seinen Anfang am 1. Juni in der Stadt Panay in der Provinz Capiz. Bis zum Juli breitete sich die Plage in der Negros Island Region aus, die als eines der wichtigsten Zuckerrohr-Anbaugebiete der Philippinen gilt. Da der RSSI-Schädling an den Pflanzen saugt, schwächt er die Zuckerrohrbestände, was bei schwerem Befall die Erträge mindern und die Einkommen der Landwirte gefährden kann.
Das Sozialministerium (DSWD) hat als Reaktion auf die Lage bereits humanitäre Hilfsleistungen in Höhe von 64,86 Millionen Pesos an die betroffenen Familien geleistet. Trotz des großen Ausmaßes der Schädlingsplage meldeten die Behörden bisher keine Zerstörungen an Wohngebäuden und es mussten keine Familien aus ihren Häusern evakuiert werden.
Um die Plantagen zu schützen und weitere Schäden zu begrenzen, intensivieren staatliche Stellen und die Zuckerindustrie derzeit ihre Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings. Das DSWD hält zudem umfangreiche Ressourcen für die Katastrophenhilfe bereit. Neben den bereits ausgezahlten Beträgen stehen rund 4,6 Milliarden Pesos an Hilfsmitteln zur Verfügung. Davon entfallen 714,54 Millionen Pesos auf den Schnellreaktionsfonds (Quick Response Fund) sowie etwa 3,88 Milliarden Pesos auf Lebensmittel und andere Hilfsgüter.




