Wirtschaft: Batangas

Regierung fordert Milliardenforderungen gegen Solar-Unternehmen von Leandro Leviste ein

Die philippinische Regierung hat bisher lediglich etwa 80 Millionen Pesos von den insgesamt 24 Milliarden Pesos an ausstehenden Verpflichtungen und Strafzahlungen des Unternehmens Solar Philippines eingezogen. Dies entspricht lediglich rund 0,3 Prozent der Gesamtforderung, wie Energieministerin Sharon Garin am Mittwoch während einer Haushaltsanhörung im Repräsentantenhaus mitteilte.

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Symbolbild: Envato

Der DOE gefragt, wie viel der zuvor gemeldeten 24 Milliarden Pesos bereits eingezogen worden sei. Garin erläuterte, dass der bisherige Betrag von 80 Millionen Pesos eine Zahlung für Trainings- und Entwicklungsgebühren darstelle. Die verbleibenden Beträge in Höhe von mehreren Milliarden Pesos umfassen Strafen im Zusammenhang mit Leistungsgarantien sowie weitere Verpflichtungen aus Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien. Diokno wies darauf hin, dass etwa 14 Milliarden Pesos auf abgelaufene Leistungsgarantien entfallen, was Garin bestätigte. Die Regierung strebt die Rückforderung dieser Gelder nun durch rechtliche Schritte an. Die Angelegenheit wurde an das Büro des Generalstaatsanwalts (Solicitor General) und das Justizministerium übergeben, wobei sowohl zivil- als auch strafrechtliche Verfahren verfolgt werden.

Zuvor hatte das DOE Dutzende von Dienstverträgen für erneuerbare Energien mit Solar Philippines gekündigt, da die Projekte ihre Entwicklungszusagen nicht einhalten konnten. Diese gekündigten Projekte umfassten mehr als 11.000 Megawatt. Damit machten sie fast zwei Drittel aller im Zeitraum 2024 und 2025 gekündigten oder aufgegebenen Verträge im Bereich der erneuerbaren Energien aus. Die Gesamtforderung von 24 Milliarden Pesos setzt sich aus Leistungsgarantien, vertraglichen Verpflichtungen, Trainings- und Entwicklungsgebühren sowie anderen finanziellen Forderungen aus den Verträgen zusammen. Bereits im Juni leitete das DOE ein Zivilverfahren ein, um eine Leistungsgarantie in Höhe von 1,18 Milliarden Pesos zurückzufordern, die mit dem verzögerten 120-MW-Solarprojekt in General Santos verknüpft ist.

Auf die Frage von Diokno, weshalb Solar Philippines nicht auf eine schwarze Liste gesetzt worden sei, erklärte Garin, dass es dem DOE zuvor an einem spezifischen Rahmen für eine solche Sperrung oder Suspendierung gefehlt habe. Das Ministerium habe jedoch kürzlich neue Richtlinien zur Rechenschaftspflicht für Erzeugungsunternehmen eingeführt. Diese sehen ein System vor, bei dem Unternehmen nach drei Verstößen auf eine schwarze Liste gesetzt werden können.

Das Unternehmen Solar Philippines steht zudem unter verstärkter Beobachtung. Die Muttergesellschaft der Gruppe, Solar Philippines Power Project Holdings, ist das von Leandro Leviste kontrollierte Holdingunternehmen, das SPNEC ist. Leviste, der zugleich Abgeordneter für den ersten Distrikt von Batangas ist, gab am Dienstag bekannt, dass sein Unternehmen weitere Anteile an SPNEC im Wert von 3 Milliarden Pesos verkauft hat, wodurch sein Anteil auf 11,51 % sank. SPNEC wird nun mehrheitlich von MGEN, dem Erneuerbare-Energien-Arm von Meralco PowerGen, kontrolliert. MGEN betonte, dass SPNEC ein separates Unternehmen sei und nicht für die 24 Milliarden Pesos hohen Verbindlichkeiten gegenüber dem DOE haftbar gemacht werden könne.

Parallel dazu sieht sich Leviste weiteren rechtlichen Auseinandersetzungen vor dem Büro des Ombudsmanns gegenüber. Laut dem Ombudsmann Jesus Crispin Remulla laufen Untersuchungen wegen des Vorwurfs der Unterschlagung und Korruption im Zusammenhang mit Solarprojekten im Wert von rund 10 Milliarden Pesos. Die Vorwürfe betreffen Leviste, seine Mutter Senatorin Loren Legarda und den ehemaligen Energieminister Alfonso Cusi. Es wird geprüft, ob staatliche Genehmigungen und legislative Maßnahmen genutzt wurden, um Rechte an Projekten zu sichern, die später nicht entwickelt wurden. Dabei wird auch untersucht, ob Legarda in ihrer damaligen Rolle als Vorsitzende des Finanzausschusses des Senats ihre Position nutzte, um die parlamentarische Konzession für Solar Para sa Bayan zu unterstützen. Legarda bezeichnete die Anschuldigungen als völlig falsch und haltlos, während Leviste betonte, dass Solar Para sa Bayan ein separates Unternehmen von SPNEC sei.