Polizei in Western Visayas setzt auf Jugendbeteiligung zur Erhöhung der Schulsicherheit
EditDie Polizei von Western Visayas hat die junge Generation dazu aufgerufen, sich aktiv für die Sicherheit an Schulen einzusetzen. Damit reagiert die Behörde auf verstärkte Bemühungen, die Kriminalitätsprävention zu intensivieren und Bedrohungen innerhalb von Schulgemeinschaften entgegenzuwirken. Brigadier General Randulf Tuaño, der Polizeidirektor der Region Western Visayas, unterstrich die Bedeutung der Beteiligung junger Menschen während der Feierlichkeiten zur 32. Woche der Kriminalprävention sowie eines Fortbildungstrainings für das BPAT in Malay, Aklan.
Tuaño ermutigte Schülerinnen und Schüler dazu, Führungskompetenz, Disziplin, Verantwortungsbewusstsein und Respekt vor dem Gesetz zu entwickeln. Gleichzeitig sollten sie wachsam gegenüber Themen bleiben, die den Schulalltag beeinflussen könnten, darunter Mobbing, illegaler Drogenkonsum, Verkehrssicherheit und die Vorbereitung auf Katastrophen. Er betonte, dass Prävention mit Bewusstsein, guter Anleitung und der Bereitschaft, aufeinander achtzugeben, beginne. Die Jugendlichen sollten so informiert und selbstbewusst sein, dass sie wissen, wann sie den Mund aufmachen oder um Hilfe bitten müssen.
Laut Tuaño könne Schulsicherheit nur durch die Zusammenarbeit von Polizei, Lehrkräften, Eltern, Schülern und der breiteren Gemeinschaft erreicht werden. Die Institutionen könnten dies nicht alleine bewältigen; Schulen seien dann sicherer, wenn alle Beteiligten eine Rolle einnimmten, von den Lehrkräften, die anleiten, über die Eltern, die zuhören, bis hin zu den Polizeikräften, die reagieren, und den Jugendlichen, die verantwortungsbewusste Entscheidungen treffen.
Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist die Initiative „Youth Safety Watch“ des Regionalen Polizeibüros von Western Visayas. Das Programm soll Schüler als positive Vorbilder und Fürsprecher unter Gleichaltrigen stärken. Sie sollen für verantwortungsvolles Verhalten werben, auf Mitschüler achten und wissen, wie sie Hilfe suchen können. Diese Initiative ist Teil einer dauerhaften Partnerschaft zwischen der PNP und DepEd, um das Bewusstsein zu schärfen, angemessene Interventionen sowie Sicherheitsmaßnahmen an Schulen zu festigen und Gewalt durch frühzeitiges Handeln zu verhindern.
Die Forderung nach erhöhter Wachsamkeit erfolgt vor dem Hintergrund einer Reihe von Vorfällen, an denen Minderjährige beteiligt waren. Die PNP registrierte im Zeitraum vom 16. Juni bis zum 19. August mindestens 50 schulbezogene Vorfälle mit Kindern, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind (Children in Conflict with the Law, CICL). Zu diesen Vorfällen zählten 26 Bombenandrohungen, 12 Schusswaffendrohungen, vier Fälle von illegalem Waffenbesitz, vier Messerstechereien sowie zwei Todesdrohungen.
Unter den schwerwiegenden Ereignissen befand sich eine Schießerei an der San Jose National High School in Tacloban City am 22. Juni, bei der zwei Minderjährige mutmaßlich auf ihre Klassenkameraden schossen, was drei Todesopfer und 20 Verletzte zur Folge hatte. Am 18. August ereignete sich ein weiterer Schusswaffenvorgang an der Ateneo de Zamboanga University Junior High School in Zamboanga City, bei dem ein Schüler der 9. Klasse ein Kind der 10. Klasse tötete und sich anschließend selbst das Leben nahm. Zudem wurde ein Vorfall am 16. Juni in einer Privatschule in General Trias City, Cavite, verzeichnet, bei dem ein Achtklässler mindestens sieben Schüler der 5. Klasse erstochen haben soll.
Infolge der Schießerei in Tacloban ordnete Präsident Ferdinand „Bongbong“ Marcos Jr. an, die Sicherheitsmaßnahmen an Schulen zu verschärfen und eine gründliche Untersuchung des Vorfalls einzuleiten. Die PNP überprüfte daraufhin die Sicherheitsprotokolle an Schulen, um den Schutz von Lernenden und dem Personal zu verbessern. Als ergänzende Maßnahme führte das DepEd am Donnerstag, den 3. September, eine landesweite, gleichzeitige Sicherheitsübung an öffentlichen und privaten Schulen durch. Diese Übung konzentrierte sich auf die Verbesserung der behördenübergreifenden Koordination bei Bedrohungsszenarien und die Sicherstellung des psychosozialen Wohlbefindens der Lernenden.
Tuaño appellierte zudem an Schüler, Eltern und die Öffentlichkeit, Sicherheitsbedenken umgehend den zuständigen Schulbehörden oder der Polizei zu melden. Er riet zudem davon ab, unbestätigte Informationen zu verbreiten oder Handlungen vorzunehmen, die unnötige Angst oder Konflikte schüren könnten. Eltern und Erziehungsberechtigte wurden dazu angehalten, eine offene Kommunikation mit ihren Kindern zu pflegen und bei Bedenken Unterstützung zu suchen.




