Sicherheit: Iloilo

Polizei in West-Visayas verschärft Sicherheitsvorkehrungen nach Flucht von Verdächtigen

Zwei Fluchtversuche in Iloilo in diesem Jahr haben die Polizei in der Region West-Visayas veranlasst, die Sicherheitsmaßnahmen für Inhaftierte zu verschärfen. Bei den Vorfällen handelte es sich um Verdächtige wegen Vergewaltigung. Die Fluchtversuche haben Schwachstellen bei der Handhabung und dem Transport von Personen unter PUPCs aufgezeigt.

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Symbolbild: Envato

Polizeibrigadegeneral Randulf Tuaño, Direktor des Regionalbüros der Polizei 6 (PRO-6), ordnete als Reaktion darauf eine umfassende Überprüfung der Insassen in der gesamten Region an. Zu den Maßnahmen gehören zudem verpflichtende Neuausrichtungen sowie Kompetenzprüfungen für das Personal in der Verwahrung. Darüber hinaus sollen die Verfahren zur Bewegung und Überwachung von Gefangenen strenger gestaltet werden.

Tuaño betonte, dass es nicht ausreiche, nach einem Fluchtversuch lediglich das verantwortliche Personal administrativ freizustellen. Es sei notwendig, die Schwachstellen in der Verwahrungspraxis grundlegend zu beheben, um zu verhindern, dass sich weitere Insassen die Gelegenheit zur Flucht erlangen. RIDMD an, die Richtlinien für das Wachpersonal in Polizeistationen und während des Transports zu verstärken.

Der Polizeichef erläuterte die psychologische Komponente der Wachsamkeit: Ein Inhaftierter denke oft nur an zwei Dinge, an das Essen und an die Flucht. Wenn ein Gefangener nicht esse, müsse das Personal davon ausgehen, dass er stattdessen über eine Flucht nachdenke, sei es innerhalb der Station oder während eines Transports. Diese Denkweise solle auch Teil der künftigen Schulungen sein.

Neben der Überprüfung der Gesamtzahl der Inhaftierten in West-Visayas plant das PRO-6, die Verfahren für die Bewegung und Überwachung von Gefangenen zu standardisieren. Zudem sollen die Befehlsverantwortung der Leiter von Polizeistationen und der Polizeichefs gestärkt werden. Tuaño forderte die Wachbeamten auf, Fluchtversuche ständig vorauszusehen, anstatt davon auszugehen, dass die unter ihrer Aufsicht stehenden Personen den Anweisungen der Polizei einfach folgen werden.

Die beiden Fluchtversuche, die zu den verschärften Maßnahmen geführt haben, ereigneten sich am 15. Juli und 9. September. Am 15. Juli entkam ein 26-jähriger Verdächtiger aus Barangay Balod, Guimbal, während einer medizinischen Untersuchung in der ländlichen Gesundheitsstation (Rural Health Unit) in Barangay Poblacion West, Oton. Der Mann bat um Erlaubnis, urinieren zu gehen, und kletterte anschließend durch ein Fenster. Er konnte nach einer Verfolgungsjagd in Barangay Poblacion East, Oton, wieder gefasst werden. Weniger als zwei Monate später, am 9. September, kam es zu einem weiteren Vorfall in Barangay Aripdip, San Rafael. Dort entkam ein 20-jähriger Verdächtiger, während er von der Justizbehörde (Hall of Justice) zurücktransportiert wurde. Der Inhaftierte bat seine zwei polizeilichen Begleiter ebenfalls um Erlaubnis zum Urinieren, sprang daraufhin in eine Schlucht und verschwand aus dem Sichtfeld der Beamten, was eine anschließende Verfolgungsaktion auslöste.