Philippinisches verarbeitendes Gewerbe verzeichnet stärkstes Wachstum seit 2016
EditIm August erlebte die industrielle Produktion auf den Philippinen einen deutlichen Aufschwung und erreichte damit den stärksten Stand seit fast einem Jahrzehnt. Der PMI für das verarbeitende Gewerbe stieg auf 54,9 Punkte an, nachdem er im Juli noch bei 51,8 Punkten gelegen hatte. Dies markiert die signifikanteste Verbesserung des Sektors seit Dezember 2016, als der Index einen Wert von 55,7 erreichte.
Ein wesentlicher Motor für dieses Wachstum war die Geschwindigkeit der Auftragseingänge, die das höchste Niveau seit sechs Monaten erreichten. Getrieben wurde dies einerseits durch die Einführung neuer Produkte und Modelle und andererseits durch eine verbesserte internationale Nachfrage, da die Exportaufträge zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder zunahmen. Mit diesem Ergebnis setzt die Expansion im verarbeitenden Sektor die positive Entwicklung nun bereits im vierten Monat in Folge fort. Damit festigt die Branche ihre Erholung nach dem Einbruch im April.
Maryum Baluch, Ökonomin bei S&P Global Market Intelligence, erklärte, dass der philippinische Fertigungssektor im August an Dynamik gewonnen habe. Zuvor war die Leistung im vergangenen Quartal aufgrund der Konflikte im Nahen Osten weitgehend stagniert. Um den gestiegenen Produktionsbedarf zu bewältigen, reagierten die Unternehmen mit einer Ausweitung ihrer Einkäufe und einer Erhöhung der Personalstärke. Letztere verzeichnete zum ersten Mal seit fünf Monaten wieder einen Zuwachs.
Zusätzlich zur gesteigerten Produktion verbesserten sich die Effizienzwerte in der Fertigung. Obwohl Unternehmen weiterhin mit hohen Kosten für Energie, Rohstoffe und Logistik konfrontiert sind, verlangsamte sich der Anstieg der Inputpreise im August spürbar. Grund hierfür war die sinkende Inflation, die nach einem Spitzenwert von 7,2 Prozent im April im Juli bereits auf 6,2 Prozent zurückgegangen war.
Diese Entlastung bei den Kosten führte dazu, dass das Vertrauen der Unternehmen auf den höchsten Stand seit November 2024 kletterte. Viele Hersteller blicken nun optimistisch auf das kommende Jahr. Sie planen Expansionsvorhaben sowie die Einführung neuer Produktlinien, da sie mit einer verstärkten Auftragslage und einem Zuwachs an Neukunden rechnen.




