Philippinische Regierung stellt 6,2 Milliarden Pesos für Düngemittel und Treibstoff bereit
EditUm die Auswirkungen der globalen Ölkrise und des El-Niño-Phänomens abzufedern, plant die philippinische Regierung die Verteilung von Hilfsgütern im Wert von 6,2 Milliarden Pesos. Die Unterstützung umfasst sowohl Düngemittel als auch Treibstoffhilfen für Landwirte und Fischer.
Diese Maßnahmen sind Teil des sogenannten UPLIFT-Programms (Unified Package for Livelihoods, Industry, Food, and Transport). Das umfassende Paket dient als Reaktion auf die Anforderungen der Energiesicherheit und die Bedürfnisse zur Existenzsicherung, die durch den Konflikt im Nahen Osten verstärkt werden. Laut Arnel de Mesa, Sprecher des Landwirtschaftsministeriums (DA), steht die genaue Anzahl der begünstigten Landwirte und Fischer derzeit noch nicht fest.
Um Ernteerträge zu sichern, soll ein Großteil der Düngemittelhilfe in Regionen verteilt werden, die weniger stark vom El Niño betroffen sind. De Mesa erklärte in einer Pressekonferenz am Mittwoch, 9. September, dass das Ministerium die Erträge in Gebieten, die nicht unter der Trockenheit leiden, maximieren wolle. Die Maßnahmen sollen vorbereitend wirken, bevor sich das El-Niño-Phänomen bis Ende 2026 zu einem schwerwiegenderen Zustand entwickelt. Die vollen Auswirkungen auf die Ernten und Preise werden erst im ersten Halbjahr 2027 erwartet. Sollten die Mittel bereits im Oktober freigegeben werden, würden sie genau zum richtigen Zeitpunkt als Unterstützung während des El Niño dienen.
Zusätzlich hat das Landwirtschaftsministerium beim Kongress eine Aufstockung des Budgets für das Jahr 2027 um weitere 10 Milliarden Pesos beantragt. Diese Mittel sollen die Barhilfe für die betroffene Branche im Hinblick auf die El-Niño-Folgen ergänzen.
Der Agrarsektor erlitt zuletzt bereits Verluste in Höhe von 4,38 Milliarden Pesos durch den Südwestmonsun und vergangene tropische Wirbelstürme, wobei allein der Palay-Sektor (unverarbeiteter Reis) 2 Milliarden Pesos verlor. Dies entspricht einem Volumen von etwa 70.000 Tonnen. De Mesa betonte jedoch, dass derzeit keine Auswirkungen auf die Reispreise zu sehen seien, da diese Verluste innerhalb der jährlich durch Taifune und Überschwemmungen erwarteten Größenordnungen liegen. Die geschätzten Verluste in der Reisproduktion bewegen sich zwischen 500.000 und 600.000 metrischen Tonnen.
Um die Preise stabil zu halten und die lokale Produktion zu stützen, wird das Landwirtschaftsministerium Importe von hochwertigem Reis vorerst nicht zulassen. Berichten zufolge hat Landwirtschaftsminister Francisco Tiu Laurel Jr. mit der Reisindustrie darüber gesprochen, Importe vorerst auf gebrochenen Reis (Broken Rice) mit einem Anteil von 25 % oder mehr zu beschränken.






Keine Werbeblöcke mehr mit Supporter-Abo!