Philippinische Polizei prüft Umgang mit Minderjährigen im Strafrecht
Ein Vorfall in Tacloban City, bei dem zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren eine Schule beschossen und drei Tote sowie 20 Verletzte zur Folge hatten, hat für Aufsehen gesorgt. Der 14-jährige Verdächtige musste gemäß dem geltenden Gesetz an Sozialarbeiter übergeben werden.
PNP, General Jose Melencio Nartatez Jr., eine umfassende Überprüfung der polizeilich erfassten Fälle angeordnet, in denen Minderjährige gegen das Gesetz verstoßen haben. Ziel der Maßnahme ist es, die polizeiliche Herangehensweise an Jugendliche zu verbessern und besser auf die Bedürfnisse der jungen Generation sowie die Entwicklungen in der modernen Gesellschaft reagieren zu können.
Die PNP unterstützt die Ziele des Gesetzes zur Jugendjustiz und zum Jugendwohl (Juvenile Justice and Welfare Act, Republic Act No. 9344), das auf Reformen und die Resozialisierung abzielt, um jungen Menschen zu helfen, sich zu verantwortungsbewussten Bürgern zu entwickeln. Die Polizei sieht sich dabei als eine der vordersten Instanzen im Umgang mit Kindern, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten.
Die Polizei unterstützt auch die Bestrebungen des Bildungsministeriums, die Beratung an Schulen zu intensivieren, da Berichten zufolge Mobbing und ähnliche Probleme die Motivation für die Schießerei in Tacloban gewesen sein könnten. Laut Nartatez könnten verstärkte Beratungsangebote auch dazu beitragen, Schulmobbing oder Drohungen mit Bomben an Schulen effektiver zu begegnen. Die PNP versteht sich nicht nur als Strafverfolgungsbehörde, sondern will durch einen ganzheitlichen Ansatz zur Sicherheit in den Gemeinden beitragen.