Philippinische Küstenwache verurteilt rassistisches China-Video
Die PCG hat ein Video der Zeitung China Daily scharf verurteilt, in dem Filipinos als Affen dargestellt werden. Konteradmiral Jay Tristan Tarriela, der Sprecher der PCG für das Westliche Philippinische Meer, bezeichnete die Darstellung als rassistisch und beleidigend. In einem Interview mit dem Radiosender DYLA Cebu am 17. Juli erklärte er, dass diskriminierende Handlungen keinen Platz in der diplomatischen Kommunikation haben dürften und von allen Filipinos verurteilt werden müssten.
Laut Tarriela war der am 10. Juli veröffentlichte Beitrag von China Daily Teil einer umfassenderen Informationsoperation. Das Ziel dieser Kampagne sei es, die rechtliche Position der Philippinen im Zusammenhang mit dem Schiedsspruch von 2016 über das Westliche Philippinische Meer zu schwächen. Er betonte, dass Rassismus in der modernen Gesellschaft keinen Platz habe und die Darstellung die Würde der Filipinos massiv mit Füßen trete. Man dürfe solche Angriffe nicht einfach hinnehmen.
Der DFA und DND. Beide Behörden hatten den Beitrag bereits verurteilt und die Entfernung des KI-generierten, rassistischen Videos gefordert. Tarriela wertete die intensivierte Informationskampagne Chinas als Zeichen dafür, dass die internationale Akzeptanz für die maritimen Ansprüche der Philippinen im Westlichen Philippinischen Meer wächst. Er äußerte die Ansicht, dass China seine Operationen verstärkt, weil die Philippinen den Informationskrieg bereits für sich entscheiden könnten.
Trotz der anhaltend aggressiven Aktivitäten Chinas im Westlichen Philippinischen Meer bleibe die Position der Regierung unter Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. unverändert. Tarriela erklärte, dass die chinesischen Seestreitkräfte in verschiedenen Teilen des Gebiets weiterhin überwacht würden. Er verwies auf das Versprechen von Präsident Marcos, keinen Zentimeter des nationalen Territoriums an ausländische Mächte abzutreten.
Die Politik der Marcos-Regierung stütze sich weiterhin auf den Schiedsspruch von 2016 und die Durchsetzung der maritimen Rechte des Landes. Um Desinformation entgegenzuwirken, setze die Regierung auf eine faktenbasierte und transparente öffentliche Kommunikation. Tarriela hob zudem hervor, dass das Bewusstsein für den Schiedsspruch landesweit wachse. Als Beispiel nannte er eine Resolution des Stadtrats von Cebu City aus dem Juni 2026, die den 12. Juli jedes Jahr zum Tag des Sieges im Westlichen Philippinischen Meer erklärt.
Seit dem Amtsantritt von Präsident Marcos im Jahr 2022 hat die philippinische Regierung wiederholt betont, dass der Schiedsspruch von 2016 endgültig und rechtlich bindend ist. Die Regierung setzt sich konsequent dafür ein, diesen rechtlichen Sieg zu wahren und die souveränen Rechte über das Westliche Philippinische Meer gegen Versuche zu verteidigen, die Entscheidung zu verzerren.