Philippinische Banken streichen Gebühren für Überweisungen
Bis zum 17. Juli 2026 hatten laut Angaben der Zentralbank der Philippinen (Bangko Sentral ng Pilipinas, BSP) bereits mindestens 14 Universal- und Geschäftsbanken die Kosten für InstaPay- und PESONet-Transaktionen für Privatkunden ausgesetzt. Dies ist Teil einer neuen Richtlinie der BSP, die die Gebühren für Überweisungen zwischen verschiedenen Konten streicht.
Zu den beteiligten Instituten gehören große Akteure wie BDO, BPI, Metrobank, UnionBank, Landbank, PNB, Security Bank, RCBC, China Bank und EastWest. Hintergrund dieser Entwicklung ist das BSP-Rundschreiben Nr. 1238, das die Preisgestaltung für Person-zu-Person-Überweisungen neu regelt. Die Regelung sieht vor, dass die Kosten für den Wechsel zwischen verschiedenen Banken lediglich die tatsächlichen Systemkosten widerspiegeln sollten.
Die bisherige Praxis, Gebühren zwischen 10 und 25 Pesos zu erheben, wird zunehmend schwer rechtfertigbar, da Überweisungen innerhalb desselben Bankinstituts bereits weitgehend kostenlos sind. Die Zentralbank verfolgt mit diesem Schritt das Ziel, die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs voranzutreiben. Zwar stieg der Anteil digitaler Zahlungen am monatlichen Einzelhandelsumsatz von 52,8 % im Jahr 2023 auf 57,4 % im Jahr 2024, doch das Wachstum hat sich verlangsamt.
Laut dem stellvertretenden Gouverneur der BSP, Mamerto Tangonan, gehören hohe Transaktionsgebühren neben einer unzuverlässigen Internetverbindung zu den Hauptgründen, warum viele Filipinos digitale Zahlungsmethoden noch nicht nutzen. Tangonan betonte die Dringlichkeit des Handelns und wies darauf hin, dass das Wachstum der digitalen Zahlungen zuletzt nur noch im einstelligen Bereich lag.
Die BSP strebt an, dass digitale Zahlungen bis zum Jahr 2028 einen Anteil von 60 % bis 70 % erreichen. Tangonan regte an, dass Finanzinstitute ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln sollten: Anstatt Geld durch Überweisungsgebühren zu verdienen, sollten sie versuchen, Kunden durch andere Dienstleistungen wie Sparprodukte, Versicherungen, Kredite oder Investitionen zu binden. Überweisungen sollten künftig eher als grundlegender Zugang zu Finanzdienstleistungen dienen und nicht als primäres Ertragsmodell fungieren.