Philippinen: Mindanao im Fokus der Elektrifizierungsprogramme
Die Insel Mindanao steht im Mittelpunkt der Elektrifizierungsprogramme der philippinischen Regierung, da ihre Stromversorgung hinter den Inseln Luzon und Visayas zurückbleibt. Energieministerin Sharon Garin erklärte in der Sendung „Bagong Pilipinas Ngayon“, dass der Schwerpunkt auf dieser Region liegt.
Landesweit sind bereits 94,9 Prozent der Haushalte an das Stromnetz angeschlossen, doch die verbleibenden rund fünf Prozent stellen eine besondere Herausforderung dar. Die Wachstumsrate ist hoch und die Regierung strebt eine Gleichwertigkeit der Versorgung an, da die Elektrifizierung die Grundlage für wirtschaftlichen Fortschritt bildet.
Die Anbindung entlegener Inseln gestaltet sich als besonders schwierig. Viele Standorte liegen bis zu 20 Kilometer vom nächsten Anschlusspunkt entfernt und haben nur wenige Haushalte. Als alternative Lösung prüft das Energieministerium (DOE) den Einsatz von Solaranlagen für einzelne Haushalte, die aus Solarpanels, Batterien und Leuchtmitteln bestehen.
Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. hat in seiner vierten Lagebericht-Rede (State of the Nation Address) das DOE und die nationale Elektrizitätsbehörde (National Electrification Administration, NEA) angewiesen, die Versorgung nicht versorgter Haushalte sicherzustellen. Ein wettbewerbliches Auswahlverfahren für Anbieter von Mikrogrids soll durchgeführt werden, um etwa 12.000 Haushalte in Gebieten ohne Netzanbindung zu erreichen, darunter in den Provinzen Quezon, Camarines Norte, Palawan, Masbate, Samar, Negros Occidental und Zamboanga del Sur.
Quellen
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