Philippinen erneut gefährlichstes Land Asiens für Umweltschützer
EditIm Jahr 2025 war das Land mit zwölf dokumentierten Tötungen von Aktivisten das gefährlichste in Asien für Verteidiger von Landrechten und der Umwelt, wie ein Bericht der Überwachungsgruppe Global Witness ergab. Dies markiert das 13. Jahr in Folge, in dem die Philippinen diesen Spitzenplatz in Asien einnehmen. Mit dieser Zahl führt das Land die Statistik in der Region an.
Der Bericht stellt einen Zusammenhang zwischen der Gewalt gegen diese Verteidiger und staatlichen Programmen zur Bekämpfung von Aufständen sowie extraktiven Projekten her. In fünf der gemeldeten Fälle wird die mutmaßliche Beteiligung von Mitgliedern des philippinischen Militärs vermutet. Zu den im Jahr 2025 getöteten Personen gehören unter anderem Ali Jejhon Macalintal, Ugking Fernando, Promboy Hulyo Agtay, Joan Escuadro, Juan Sumilhig, Nickasio Tayas, Mindo Ramon, Lupos Rico, Malubay, Rudolph Dela Cruz, Espe Veronico, Anterio und Warlita Jimenez.
Jüngste Spannungen zeigten sich am 10. September bei einem Protest gegen das Unternehmen Pax Silica. Die Demonstration fand vor einer Veranstaltung statt, bei der Präsident Ferdinand Marcos Jr. mit Investoren für ein Entwicklungsprojekt auf Luzon zusammenkam. Bei dem Protest wurden Dutzende Menschen verletzt und fünf Paralegals festgenommen. Umweltgruppen hatten zuvor Bedenken hinsichtlich der ökologischen Auswirkungen von Pax Silica geäußert.
Die Umweltorganisation Kalikasan People’s Network for the Environment verurteilte die Angriffe scharf und betonte, dass das Recht auf Landverteidigung gleichbedeutend mit dem Recht auf Leben sei und Protest ein Grundrecht darstelle, das niemals ein Verbrechen sei. Zudem warf Kalikasan staatlichen Institutionen, einschließlich Sicherheits- und Justizbehörden, vor, Gemeinschaften durch gezielte Einschüchterung, Terrorvorwürfe und fingierte Anklagen anzugreifen.
Im weltweiten Vergleich verzeichnete Global Witness im Jahr 2025 insgesamt mindestens 124 Todesfälle unter Land- und Umweltschützern. Kolumbien blieb mit 39 Fällen das gefährlichste Land, gefolgt von Brasilien mit 26 Fällen. Die Philippinen teilten sich mit Honduras den dritten Platz mit jeweils 12 Todesfällen.





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