Wirtschaft

Negros Occidental investiert 24,96 Millionen Pesos gegen Schädling in der Zuckerindustrie

Die Provinzverwaltung von Negros Occidental hat ein Budget von zunächst 24,96 Millionen Pesos bereitgestellt, um die biologische Sicherheit gegen den rotgestreiften Schildlaus-Schädling (Red-Striped Soft Scale Insect, RSSI) zu stärken. Die Infestation bedroht die Zuckerindustrie der Provinz massiv, da bereits mehr als 30 Prozent der geschätzten 250.000 Hektar Zuckerrohrflächen auf der Insel betroffen sind.

Assorted Philippine Peso Banknotes on Wooden Surface
Symbolbild: Envato

Der Provinzialadministrator Rayfrando Diaz II erklärte in einem Medieninterview, dass die Mittel für eine sechsmonatige Reaktionsphase vorgesehen sind, um die diesjährige Zuckerrohrernte zu schützen. Die größte Summe, nämlich 11 Millionen Pesos, fließt in das CO-LAB Research and Development Project. Dieses Projekt konzentriert sich auf wissenschaftliche Forschung und die Sanierung der Bestände durch Methoden wie die Genomsequenzierung, die Produktion biologischer Bekämpfungsmittel sowie die Zucht von parasitoiden Wespen.

Weitere Mittel fließen an verschiedene Fachstellen: Das Veterinäramt der Provinz erhält 7,6 Millionen Pesos für Mobilitätskosten des Personals bei Inspektionen in den betroffenen Gebieten. Das Büro des Provinziallandwirts bekommt 1,5 Millionen Pesos für Feldüberwachungen, Ausrüstung und Schutzkleidung. Zudem wurden 2,6 Millionen Pesos für biologische Sicherungsmaterialien und 2 Millionen Pesos für die Herstellung biologischer Bekämpfungsmittel reserviert.

Der RSSI-Schädling saugt den Saft von Zuckerrohrblättern und schwächt so die Pflanzen. Zudem produziert das Insekt Honigtau, der Pilzwachstum fördert, die Blätter schwärzt und die Photosynthese sowie die Erträge reduziert. Während die aktuellen Maßnahmen auf die Rettung der Ernte 2026 abzielen, bereitet die Verwaltung bereits die Pflanzsaison 2027 vor. Dazu gehört eine Informationskampagne für Landwirte über die Bodenbearbeitung und präventive Maßnahmen.

Hinsichtlich der Bekämpfungsmethoden gab es unterschiedliche Ansichten. Gouverneur Eugenio Jose Lacson lehnte den Vorschlag ab, Pestizide aus der Luft zu versprühen, um Risiken für die Viehhaltung und die Anwohner zu vermeiden. Er setzt stattdessen auf umweltverträgliche biologische Maßnahmen. Die Confederation of Sugarcane Producers’ Associations (CONFED) betonte zwar die Notwendigkeit groß angelegter Maßnahmen und unterstützte den Einsatz von Drohnen sowie manuelle Bodenbehandlungen, mahnte jedoch, dass ein Einsatz von Flugzeugen erst nach umfassenden wissenschaftlichen und regulatorischen Prüfungen erfolgen sollte.

Quellen

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.