Gesellschaft: Pampanga

Millionenstrafe gegen Bauunternehmen nach Gebäudeeinsturz in Angeles City bestätigt

Das philippinische Arbeitsministerium (Department of Labor and Employment, DOLE) hat die Haftung des Bauunternehmens Golden Years Construction and Steelworks Corp. sowie von Ernest Jackson Lim bekräftigt. Nach dem Einsturz eines Gebäudes in Angeles City im vergangenen Mai wurde das Unternehmen zur Zahlung von insgesamt 11,49 Millionen Pesos verpflichtet.

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Symbolbild: Envato

Die Gesamtsumme setzt sich aus verschiedenen Posten zusammen. Ein Großteil, nämlich 10,32 Millionen Pesos, entfällt auf Verwaltungsgelder aufgrund schwerwiegender Verstöße gegen die Vorschriften zum Arbeitsschutz und zur Gesundheit am Arbeitsplatz (Occupational Safety and Health, OSH). Die verbleibenden 1,17 Millionen Pesos dienen der Begleichung unbezahlter Löhne, die während einer behördlichen Baustopp-Anordnung (Work Stoppage Order, WSO) im Zeitraum vom 16. bis 24. Oktober 2025 anfielen. Zudem deckt dieser Betrag unterbezahlte Löhne sowie ausstehende Zuschläge für Ruhezeiten und Feiertage ab.

Die Untersuchungen des Ministeriums deckten massive Mängel bei der Sicherheit auf der Baustelle auf. Das Unternehmen versäumte es unter anderem, persönliche Schutzausrüstung bereitzustellen, die notwendigen Genehmigungen für mechanische Hebezeuge einzuholen, Sicherheitsbeauftragte sowie Ersthelfer einzusetzen und vorübergehende Unterkünfte für die Belegschaft einzurichten. Besonders schwer wiegt laut DOLE, dass für den vorgesehenen Ersthelfer und den Sicherheitsbeauftragten gefälschte und ungültige Zertifikate eingereicht wurden. Das Ministerium wertete dies als ein Muster vorsätzlicher und anhaltender Missachtung von Sicherheitsstandards, wodurch die Arbeiter trotz vorangegangener behördlicher Maßnahmen massiven Verletzungs- oder Todesrisiken ausgesetzt wurden.

Arbeitsminister Francis Tolentino unterzeichnete die Entscheidung am 17. August. Damit wurde eine ursprüngliche Anordnung vom 16. Juni modifiziert, nachdem ein Widerspruch der Arbeiter John John Dogos Placidas, Michael Dogos Placidas und Alfredo Aibis Balute stattgegeben wurde. Das Ministerium stellte fest, dass die Ansprüche der Arbeiter berechtigt sind, woraufhin die Entschädigungssumme erhöht wurde. Die Einwände der Verantwortlichen, ihnen sei das Recht auf ein faires Verfahren verweigert worden, wies das DOLE als unhaltbar zurück, da sie ordnungsgemäß benachrichtigt worden seien und die Möglichkeit zur Stellungnahme erhalten hätten. Die Verantwortlichen müssen die Zahlungen und Bußgelder innerhalb von zehn Tagen nach Erhalt der Resolution leisten. Minister Tolentino betonte, dass die Einhaltung von Sicherheitsstandards eine fortlaufende rechtliche Pflicht sei und Arbeitgeber für sichere Bedingungen während des gesamten Betriebs sorgen müssen.