Wirtschaft: Landesweit

Meralco PowerGen fordert optimierte Genehmigungsverfahren für philippinische Energieprojekte

Um die Umsetzung von Energieprojekten auf den Philippinen zu verbessern, fordert die Meralco PowerGen Corporation (MGEN) transparentere Zeitpläne für Genehmigungen, eine engere Abstimmung zwischen nationalen und lokalen Anforderungen sowie eine vorausschauende Planung der Stromübertragungsnetze. Dies legte der Konzern im Rahmen des ASEAN Energy Business Forum 2026 (AEBF 2026) dar.

Flag of Philippines Waving Proudly on White
Symbolbild: Envato

Emmanuel V. Rubio, Präsident und CEO von MGEN, erklärte auf der Konferenz, dass die Philippinen durch politische Reformen, die Verfügbarkeit erneuerbarer Ressourcen und die Kapazität zur Entwicklung von Großprojekten zunehmend attraktiver für Investitionen im Energiesektor werden. Rubio rief zudem dazu auf, dezentrale Energielösungen verstärkt einzusetzen und deren Einsatz besser aufeinander abzustimmen.

Als Beispiel für den komplexen Koordinationsbedarf bei groß angelegten Vorhaben nannte MGEN das Projekt MTerra Solar. Dieses umfasst eine Solarkapazität von 3.500 Megawatt-Peak (MWp) sowie eine Batteriespeicherleistung von 4.500 Megawattstunden (MWh). Für die Anbindung ist eine eigene, 13 Kilometer lange 500-Kilovolt-Übertragungsleitung notwendig. Die Entwicklung des Projekts erfordert die Abstimmung zahlreicher Faktoren, darunter Genehmigungsverfahren, Landerschließung, Finanzierung, Vorgaben lokaler Regierungen sowie die Einbindung der betroffenen Gemeinden. Die erste Phase von MTerra Solar ging im August 2026 in den kommerziellen Betrieb, weniger als zwei Jahre nach dem Baubeginn im November 2024.

Arnel Santos, Präsident und CEO von MGEN Thermal, betonte ergänzend, dass eine zuverlässige thermische Stromerzeugung weiterhin eine zentrale Rolle spielen werde, während die ASEAN-Region ihren Energiemix zunehmend durch variable erneuerbare Energien ergänzt. Bestehende Erzeugungsanlagen müssten auch während dieses Wandels sicher, effizient und zuverlässig betrieben werden.

Auch im Bereich der Energiesicherheit gab es positive Entwicklungen. Yari A. Miralao, Präsident und CEO von LNGPH, verwies auf die Rückkehr des einheimischen Malampaya-Gases zum Ilijan-Kraftwerk. Zudem hat LNGPH zwei neue Speichertanks für Flüssigerdgas mit einem Fassungsvermögen von jeweils 60.000 Kubikmetern installiert, um die Speicherkapazität und die betriebliche Flexibilität zu steigern.

Anlässlich der Eröffnung des AEBF 2026 erhielt MGEN zudem eine Auszeichnung des Energieministeriums (Department of Energy) für Investitionen in das Projekt PacificLight Power in Singapur. Bei der 670-MW-Anlage handelt es sich um ein wasserstoffbereites Gaskraftwerk mit integriertem Batteriespeichersystem. Das Werk kann von Beginn an bis zu 30 % Wasserstoff im Mischbetrieb nutzen und bietet die Option, künftig vollständig auf Wasserstoff umzustellen.