Massive Überschwemmungen in Bulacan: 139 Ortschaften unter Wasser
EditIn der philippinischen Provinz Bulacan halten die Überschwemmungen aufgrund anhaltender Regenfälle an. Die Wasserstände in den betroffenen Gebieten variieren zwischen etwa 30 und 150 Zentimetern. PDRRMO sind derzeit noch 139 Barangays in insgesamt 14 Städten und Gemeinden von den Wassermassen betroffen.
Die Flut betrifft unter anderem die Gemeinden Calumpit, Bocaue, Pulilan, Balagtas, Guiguinto, Hagonoy, Paombong, San Rafael, Bulakan, Marilao und Pandi sowie die Städte Malolos, Meycauayan und Baliwag. Infolgedessen mussten bereits 1.487 Familien mit insgesamt 4.768 Personen evakuiert werden und werden derzeit in Notunterkünften versorgt. Die Situation ist teilweise lebensbedrohlich, da das Wasser in einigen Bereichen bis zum Hals reicht.
Besonders schwer betroffen ist der Ortsteil Sapang Bayan in der Gemeinde Calumpit, aus dem 50 Familien evakuiert werden mussten. Bewohner berichten, dass sie bereits seit zwei Wochen in den Evakuierungszentren untergebracht sind. Eine Anwohnerin, Valeria Sambile aus Sapang Bayan, schilderte die Angst vor dem schnellen Anstieg des Wassers, da sie unter verschiedenen Vorerkrankungen leidet und nicht schwimmen kann. Aufgrund der kontinuierlichen Niederschläge bleibt ungewiss, wann eine Rückkehr in die eigenen Häuser möglich sein wird.
In den am stärksten überfluteten Gebieten sind Boote das primäre Transportmittel, um Bewohner zu bewegen oder den Weg zur Arbeit zu ermöglichen. Einige Anwohner versuchen, die Flut zu umgehen, indem sie sich in den oberen Stockwerken ihrer Häuser aufhalten. Bootsführer navigieren von morgens bis abends durch die überfluteten Straßen, wobei sie oft bis zum Hals im Wasser stehen müssen.
Arson Lucas Gutierrez, der Ortsvorsteher von Sapang Bayan, nannte mehrere Ursachen für die Flutkatastrophe: Eine Kombination aus Regen, Gezeiten (High Tide), Abflüssen aus den Provinzen Pampanga und Nueva Ecija sowie der kontrollierten Wasserabgabe aus dem Bustos-Staudamm habe die Situation verschärft. Er wies darauf hin, dass die Gemeinde schon lange mit diesen Problemen kämpft, und forderte die Umsetzung eines effektiven Hochwasserschutzprogramms.
Neben den menschlichen Schicksalen sind auch die wirtschaftlichen Verluste massiv. Das PDRRMO beziffert die Schäden in der Landwirtschaft und Fischerei auf 130 Millionen Pesos. Zudem wurden durch die anhaltenden Regenfälle Verluste in Höhe von 4,4 Millionen Pesos bei Nutztieren und Geflügel verzeichnet.





