Lohnerhöhung in Metro Manila bleibt bestehen
Die geplante Erhöhung des täglichen Mindestlohns für Beschäftigte im privaten Sektor in Metro Manila wird wie vorgesehen umgesetzt. Das Präsidialamt (Malacañang) stellte am Dienstag klar, dass Präsident Ferdinand Marcos Jr. keine Anordnung zur Aussetzung der Lohnerhöhung um 85 Pesos erteilt hat.
Die Mitteilung erfolgte als Reaktion auf Forderungen von Wirtschaftsgruppen. Die Foundation for Economic Freedom hatte die Regierung zuvor aufgefordert, die Umsetzung der Lohnanpassung vorerst zu stoppen. Die Organisation warnte davor, dass die Erhöhung zu steigenden Preisen und zum Verlust von Arbeitsplätzen führen könnte, und forderte eine Überprüfung der wirtschaftlichen Auswirkungen.
Die stellvertretende Regierungssprecherin Claire Castro erklärte, dass bisher keine offiziellen Anträge von privaten Akteuren vorlägen, die eine Aussetzung oder Neubewertung der Lohnverordnung verlangen würden. Bezüglich der finanziellen Auswirkungen auf den Haushalt verwies sie auf den amtierenden Arbeitsminister Francis Tolentino, der die entsprechenden Details liefern werde.
Die Erhöhung um insgesamt 85 Pesos erfolgt in zwei Schritten: Ein erster Betrag von 60 Pesos tritt am 25. Juli in Kraft, während die verbleibenden 25 Pesos im Januar 2027 folgen sollen. Nach der vollständigen Umsetzung steigt der tägliche Mindestlohn für nicht-landwirtschaftliche Arbeiter von 695 Pesos auf 780 Pesos und für landwirtschaftliche Arbeiter von 685 Pesos auf 743 Pesos.
DOLE werden rund 1,1 Millionen Mindestlohnempfänger in der Hauptstadtregion von dieser Maßnahme profitieren. Zudem kündigte Präsident Marcos an, dass die regionalen Gremien für Löhne und Produktivität (RTWPB) voraussichtlich ab September mit Empfehlungen für Lohnanpassungen in ihren jeweiligen Regionen beginnen werden.