Gesellschaft: Landesweit

Lehrerverband ACT-Davao fordert höhere Gehälter und Entlastung bei der Arbeitslast

Anlässlich des Weltlehrertages am 5. ACT-Davao eine Reihe von Forderungen an die philippinische Regierung gerichtet. Die Gruppe verlangt höhere Gehälter, eine Reduzierung der Arbeitsbelastung sowie ein größeres Budget für das Bildungswesen. Trotz jüngster Beförderungen und Vergünstigungen durch das Bildungsministerium (Department of Education, DepEd) seien die grundlegenden Bedürfnisse der Lehrkräfte weiterhin ungelöst, betonte der Verband.

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Symbolbild: Envato

Unter dem Motto „Dugang sweldo, dili dugang trabaho!“ (Mehr Gehalt, nicht mehr Arbeit!) stellte ACT-Davao sieben zentrale Forderungen auf. Dazu gehört ein Einstiegsgehalt von 50.000 Pesos für Lehrkräfte sowie ein Mindestgehalt von 36.000 Pesos für Angestellte der Gehaltsstufe 1 (Salary Grade 1). Zudem fordert die Organisation, die sogenannte Personnel Economic Relief Allowance (Pera), eine Entlastungspauschale, von derzeit 2.000 Pesos auf 5.000 Pesos anzuheben. Reynaldo Pardillo, der Stadtvorsitzende von ACT-Davao, unterstrich die Dringlichkeit dieser Erhöhung und erklärte, dass die aktuelle Pauschale nicht mehr mit der Inflationsrate Schritt halten könne.

Neben den finanziellen Aspekten kritisiert der Verband die zunehmende Arbeitslast unter dem Motto „Ang magtutudlo dili makina!“ (Lehrer sind keine Maschinen!). Pardillo wies darauf hin, dass Programme wie das Academic Recovery and Accessible Learning (Aral) die Belastung zusätzlich erhöhen würden. Viele Lehrkräfte seien bereits durch die Menge an zu erledigenden Formularen und bürokratischen Prozessen ausgebrannt, was dazu führe, dass einige vorzeitig in den Ruhestand treten. Zudem müssten Lehrkräfte weiterhin umfangreiche Verwaltungsarbeiten übernehmen, obwohl offizielle Stellen behaupteten, die Ressourcen seien ausreichend. Pardillo kritisierte dies mit dem Hinweis, dass die Lehrkräfte selbst die Ressourcen sortieren müssten, während die Behörden behaupteten, es gäbe genug.

Die Forderungen folgen auf eine Massenvereidigung am 1. Oktober, bei der ECP-Systems 1.814 neu beförderte Lehrkräfte und Schulleiter in der Region Davao ernannte. Das Ministerium stellte hierfür 8,68 Milliarden Pesos bereit. Pardillo bezeichnete die Beförderungen zwar als willkommen, kritisierte jedoch deren langsamen Ablauf. Einige Lehrkräfte müssten etwa zwei Jahre auf eine Beförderung warten, während andere aufgrund von Leistungsbewertungen disqualifiziert würden.

Auch die finanzielle Unterstützung für den Weltlehrertag wurde kritisiert. Die Lehrkräfte sollten am Montag einen Anreiz von 1.000 Pesos erhalten, was Pardillo als zu gering empfand und stattdessen 2.000 Pesos vorschlug. Ein Ausschuss des Repräsentantenhauses hat jedoch bereits einen Gesetzentwurf genehmigt, der diesen Anreiz auf 3.000 Pesos erhöhen soll. Das Ministerium gab zudem an, die Regeln für die Unterrichtsstunden zu lockern, sodass Lehrkräfte einen Teil ihrer sechsstündigen Arbeitslast für Mentoring, Learning Action Cell-Sitzungen oder Nachhilfe nutzen können, wobei Überstunden vergütet werden sollen.

Hintergrund der Forderungen ist zudem die laufende Debatte um das Budget des Bildungsministeriums für das Jahr 2027. Das Repräsentantenhaus hat einen Budgetvorschlag von 975,96 Milliarden Pesos für das DepEd genehmigt, was niedriger ist als das Budget von 2026, welches 1,015 Billionen Pesos betrug. Während das Ministerium 31,22 Milliarden Pesos für die Einstellung von 64.530 Lehrkräften vorsieht, schlug ein Ausschuss des Hauses lediglich 350 Millionen Pesos für das Aral-Programm vor, obwohl das DepEd 15,98 Milliarden Pesos beantragt hatte. Der endgültige Haushalt muss noch vom Senat verabschiedet werden. ACT-Davao forderte zudem, dass die Regierung ausländische Vorgaben für den Lehrplan ablehnen, das Recht auf Gewerkschaftsbildung und die akademische Freiheit schützen sowie das Personal bei Wahlen angemessen bezahlen und schützen müsse.