Sicherheit: Metro Manila, Palawan

Kollision im Südchinesischen Meer: Chinesisches Schiff rammt philippinisches Versorgungsschiff

Im Südchinesischen Meer ist es am Freitag zu einer erneuten Konfrontation zwischen China und den Philippinen gekommen. Ein Schiff der chinesischen Küstenwache rammte dabei ein philippinisches Fahrzeug, das sich auf einer Versorgungsmission befand, wie die philippinische Küstenwache (PCG) mitteilte.

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Symbolbild: Envato

Bei dem betroffenen Schiff handelt es sich um die BRP Datu Magat Salamat, die dem Bureau of Fisheries and Aquatic Resources (BFAR) zugeordnet ist. Das Schiff war etwa 54 Seemeilen vor der Küste der Provinz Palawan im Einsatz, um philippinische Fischer mit Treibstoff zu versorgen. Laut Angaben der PCG führte das chinesische Schiff eine Reihe von Manövern durch, die schließlich zum Kontakt führten. Dabei wurden die Relings und Decksstrukturen des philippinischen Versorgungsschiffs beschädigt. Verletzungen gab es nach Angaben der Behörden nicht.

Ein von der PCG veröffentlichtes Video zeigt die Besatzung, die kurz vor dem Aufprall um 11:13 Uhr Ortszeit laut „Brace for impact!“ (Deckung!) zu rufen versucht. Auf Fotos nach dem Vorfall sind verbogene und abgerissene Relings sowie Trümmer auf dem Deck zu erkennen. Die philippinische Küstenwache bezeichnete den Vorfall als vorsätzliche Rammaktion gegen ein ziviles Regierungsfahrzeug, das eine humanitäre Mission zur Existenzsicherung durchführte.

Die chinesische Küstenwache wies die Vorwürfe zurück und gab an, dass sie am Freitag in der Nähe des Sabina-Riffs polizeiliche Maßnahmen durchgeführt habe. Sie behauptete, das philippinische Schiff habe wiederholte Warnungen ignoriert, den Kurs absichtlich geändert und sei plötzlich beschleunigt, um vor dem chinesischen Schiff herzufahren. China stellte das eigene Vorgehen als professionell dar und gab die Schuld an der Kollision der philippinischen Seite.

Der Vorfall löste internationale Reaktionen aus. Der US-Botschafter Lee Lipton verurteilte das gezielte Rammen des chinesischen Schiffes über die Facebook-Seite der US-Botschaft in Manila. Die chinesische Botschaft reagierte darauf über die Plattform X und verurteilte die Unterstützung der USA für das, was sie als philippinische Rechtsverletzungen und Provokationen in der Nähe des Sabina-Riffs bezeichnete. Bereits im Juli hatte Manila Peking beschuldigt, Regierungsfahrzeuge in der Nähe des Scarborough-Riffs mit Wasserkanonen angegriffen und ein Mitglied der philippinischen Marine bei einer Begegnung am Second Thomas Shoal mit einem Holzstock am Kopf verletzt zu haben.