Katholische Bischöfe fordern Inklusivität für die neue Bangsamoro-Region
EditBARMM CBCP die neu gewählten politischen Entscheidungsträger dazu aufgerufen, die Region zu einem Zuhause für alle Menschen zu machen. In einer pastoralen Erklärung unterzeichnet von CBCP-Präsident Erzbischof Gilbert Garcera wurde betont, dass die Regierungsführung das Gemeinwohl über persönliche oder parteipolitische Interessen stellen müsse.
Die Bischofskonferenz wies darauf hin, dass die neue Führung die Würde, die Rechte und die religiöse Freiheit aller Gemeinschaften schützen müsse. Dies schließe nicht nur die muslimische Bevölkerung ein, sondern ausdrücklich auch Christen, indigene Völker und andere Minderheiten innerhalb der BARMM. Garcera mahnte, dass die Region nicht ausschließlich für eine Glaubensgemeinschaft reserviert sein dürfe, sondern dass Menschen unterschiedlicher Überzeugungen Brücken bauen und respektvoll zusammenarbeiten sollten.
Die religiösen Führer bezogen sich dabei auf die bewegte Geschichte der Region, die von Konflikten, Vertreibung, Vorurteilen und Ungerechtigkeit geprägt war. Diese Wunden müssten anerkannt und geheilt werden. Um den Prozess der Versöhnung zu unterstützen, rief die CBCP religiöse und gesellschaftliche Akteure dazu auf, den Dialog und die Zusammenarbeit zu vertiefen.
Als Grundlage für dieses Streben nach Frieden verwies Garcera auf ein kürzlich durchgeführtes interreligiöses Gespräch in Kairo. Dabei wurde das Dokument über die menschliche Brüderlichkeit („Document on Human Fraternity“) als Erinnerung an die gemeinsame Würde der Menschheit angeführt. Dieses Dokument wurde 2019 von Papst Franziskus und dem Großimam von Al-Azhar, Scheich Ahmad Al-Tayyeb, unterzeichnet.
Der politische Übergang in der Region vollzog sich nach den Wahlen am 14. September 2026. Am 16. September wurde das erste 80-köpfige Bangsamoro-Parlament proklamiert, womit die Region von einer ernannten Verwaltung zu einem gewählten parlamentarischen System übergeht.






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