Inflation auf den Philippinen sinkt im August auf 6,1 Prozent
EditDie Inflationsrate auf den Philippinen ist im August 2026 weiter gesunken und liegt nun bei 6,1 Prozent. Damit setzt sich der Abwärtstrend fort, der bereits seit dem Höchststand von 7,2 Prozent im April vor drei Jahren anhält. Laut Angaben der staatlichen Statistikbehörde Philippine Statistics Authority (PSA) ist dies der vierte Monat in Folge mit einem Rückgang, wobei der Wert im Vergleich zu den 6,2 Prozent im Juli nur leicht nachgegeben hat.
Trotz der Entspannung bei den Lebensmittelpreisen durch sinkende Kosten für Gemüse und eine langsamere Teuerung bei Fisch sowie einer geringeren Inflation bei Strom, bleibt der Preisdruck bestehen. Insbesondere die Preise für Reis und Kraftstoffe liegen weiterhin auf einem hohen Niveau. Die durchschnittliche Inflation für den Zeitraum von Januar bis August beläuft sich auf 5,2 Prozent und liegt damit deutlich über dem Zielbereich der Regierung von 2 bis 4 Prozent.
Die Zentralbank der Philippinen (Bangko Sentral ng Pilipinas, BSP) hatte für den August eine Rate zwischen 5,5 und 6,5 Prozent prognostiziert. Als Ursachen für den Preisdruck nennt die BSP unter anderem ungünstige Wetterbedingungen, die die Preise für Reis, Obst, Gemüse und Fisch beeinflussen, sowie hohe inländische Kraftstoffkosten. Dem wirken laut Bank sinkende Preise für Fleisch und Strom sowie eine Aufwertung des Pesos entgegen.
Um der anhaltenden Inflation entgegenzuwirken, hat das Monetary Board der BSP am 27. August den Leitzins um 25 Basispunkte auf 5 Prozent angehoben. Dies war die dritte Zinserhöhung in Folge. Die Zentralbank reagiert damit auf potenzielle inflationäre Risiken durch El Niño sowie mögliche Lohnanpassungen, wie etwa die ausstehende Lohnerhöhung in Metro Manila. Während die Prognose für die Inflation im Jahr 2026 auf 6,1 Prozent gesenkt wurde, erwartet die BSP für 2027 einen Anstieg auf 5,4 Prozent und eine Annäherung an das Ziel von 3 Prozent bis zum Jahr 2028.



