Impeachment-Verfahren gegen Sara Duterte: Beweise für Geheimdienstnutzung fehlen
EditIm laufenden Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte hat der staatliche Rechnungsprüfer und Anwalt Roderick Wamil erklärt, dass eine vorliegende Bescheinigung ihres ehemaligen Sicherheitschefs keine Belege für eine erfolgreiche Informationsbeschaffung oder Überwachungsaktivitäten durch die OVP liefert.
Gegenstand der Debatte ist eine Bescheinigung von Oberst Raymund Lachica, dem ehemaligen Leiter der Sicherheits- und Schutzgruppe der Vizepräsidentin. Darin wurde bestätigt, dass im Zeitraum vom 20. bis 31. Dezember 2022 keine unvorhergesehenen Zwischenfälle auftraten. Wamil erläuterte am Mittwoch vor dem Senat, dass dieses Dokument nicht ausreiche, um die Einhaltung des gemeinsamen Rundschreibens 2015-01 (Joint Circular 2015-01) zu belegen, welches die Verwendung von Geheim- und Geheimdienstmitteln regelt.
Demnach fehle der notwendige Kausalzusammenhang zwischen der Verwendung der Gelder und den Ergebnissen. Wamil betonte gegenüber dem Senatspräsidenten Sherwin Gatchalian, dass nicht nachgewiesen wurde, dass die Ausgaben der Geheimmittel zu Ergebnissen führten, die direkt auf Informationen von Informanten basieren. Genau diese Verbindung zwischen der Informationsquelle und dem Erfolg der Tätigkeit sei für die Prüfung der Rechtmäßigkeit entscheidend.
Wamil fungiert als Zeuge der Anklage im Rahmen des Verfahrens zu Artikel 1. Dieser wirft der Vizepräsidentin strafbare Vergehen vor, die auf einer systematischen, missbräuchlichen und unregelmäßigen Abrechnung von Geheimmitteln basieren sollen. Betroffen sind dabei 500 Millionen Pesos, die dem OVP zugewiesen wurden, sowie 112,5 Millionen Pesos, die während ihrer Amtszeit als Bildungsministerin an das Bildungsministerium (DepEd) flossen.




