GPS-Tracker für Philippinen-Adler zur Unterstützung des Waldschutzes eingesetzt
EditEin junger Philippinen-Adler namens „Candalaga“ wurde erfolgreich mit einem GPS-Tracker ausgestattet und in die Bergwälder von Maragusan in der Provinz Davao de Oro ausgewildert. Der einjährige Adler, der 4,5 Kilogramm wiegt und eine Flügelspannweite von 1,6 Metern besitzt, befand sich laut Experten in einem guten Gesundheitszustand. Das Tier war bereits am 1. Februar 2026 nach mehrmonatiger Überwachung sicher gefangen worden.
Die Operation wurde von Ron Taraya, dem leitenden Biologen und Leiter der Telemetrie-Studien der PEF, durchgeführt. Unterstützt wurde das Team von Mitarbeitern des Department of Environment and Natural Resources (DENR) sowie von indigenen Waldhütern der Organisation Sumpaw. Die Freilassung stellt laut einer Bekanntmachung der PEF vom 27. August 2026 einen bedeutenden Meilenstein für das Überleben der Spezies dar.
Um die Bewegungen des Tieres wissenschaftlich zu erfassen, wurde dem Adler sowohl ein Funktransmitter zur lokalen Überwachung als auch ein GPS-Tracker für die Verfolgung von Langstreckenbewegungen angelegt. Die Forscher wollen mithilfe dieser Daten die Flugreichweite, die Ausbreitung des Territoriums und die Überlebenschancen des jungen Adlers beobachten, während er lernt, sich unabhängig von seinen Eltern zu behaupten.
Candalaga stammt aus dem ersten dokumentierten aktiven Nest eines Philippinen-Adlers in Davao de Oro, welches im Jahr 2025 entdeckt wurde. Das Gebirge, in dem sich das Nest befindet, ist zudem als heiliger Wald („Dumot“) für das indigene Volk der Mansaka von großer kultureller Bedeutung. Zudem beherbergt das Gebiet die seltene Riesenvorderblume Rafflesia magnifica, die einzige dokumentierte Vorkommen dieser Art in der Provinz.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, das Nistgebiet am Mt. Candalaga, ein Waldgebiet von etwa 28.986 Hektar, offiziell als kritisches Habitat gemäß dem Wildlife Resources Conservation and Protection Act (Republic Act 9147) einzustufen. Die PEF betonte in ihrem Bericht, dass der Schutz des Adlers den Erhalt des gesamten Waldökosystems sichere. Ziel sei es, ein verantwortungsvolles Zusammenleben von Mensch und Wildtieren in derselben Landschaft zu ermöglichen.




