Global Finance ehrt BSP-Chef Remolona mit Bestnote
EditIm jährlichen Bericht des Magazins Global Finance wurde Eli Remolona Jr., der Gouverneur der philippinischen Zentralbank Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP), erneut mit der Note „A-“ ausgezeichnet. Damit sichert er sich zum dritten Mal in Folge eine der höchsten Bewertungen in der Untersuchung, die die Leistung von Zentralbankchefs bei der Bekämpfung der Inflation und der Sicherung des Wirtschaftswachstums bewertet.
Das seit 1994 jährlich erscheinende Ranking bewertet die Verantwortlichen auf einer Skala von „A+“ bis „F“. Dabei fließen Kriterien wie die Inflationskontrolle, das Wirtschaftswachstum, die Währungsstabilität, das Zinsmanagement sowie die politische Unabhängigkeit in die Beurteilung ein. Während eine „A“-Bewertung für exzellente Leistungen steht, markiert ein „F“ ein vollständiges Versagen. Remolona gehörte zu einer Gruppe von 15 Gouverneuren, die ein „A-“ erhielten. Die Bestnote „A+“ wurde in diesem Jahr lediglich an Christian Kettel Thomsen aus Dänemark und Julio Velarde Flores aus Peru vergeben.
Joseph Giarraputo, Gründer und Redaktionsleiter von Global Finance, beschrieb die Aufgabe der Zentralbankchefs als einen komplexen Balanceakt. Die Führungskräfte müssten zwischen anhaltendem Inflationsdruck und unsicherem Wachstum navigieren, während sie gleichzeitig das Vertrauen der Märkte und der Öffentlichkeit wahren. Die mit „A“ bewerteten Gouverneure hätten die notwendige Disziplin und Unabhängigkeit bewiesen, um Stabilität in einem unvorhersehbaren globalen Umfeld zu gewährleisten.
Unter der Leitung von Remolona als Vorsitzender des Monetary Board leitete die BSP im April einen neuen Straffungszyklus ein, um der hohen Inflation infolge des Konflikts im Nahen Osten entgegenzuwirken. In der Folge wurden drei Zinserhöhungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte vorgenommen, wodurch der Leitzins auf 5 Prozent stieg. Remolona betonte bereits, dass die Zentralbank bereit sei, die Zinsen so weit anzuheben, wie es nötig sei, um die Inflation in den Zielbereich zu bringen.
Die aktuellen Prognosen der BSP gehen davon aus, dass die Inflation in diesem Jahr durchschnittlich bei 6,1 Prozent liegen wird. Dies ist eine leichte Verbesserung gegenüber der vorherigen Schätzung von 6,4 Prozent, liegt jedoch weiterhin über dem Zielwert der Zentralbank von 3 Prozent. Für das Jahr 2027 wurde die Inflationsprognose hingegen deutlich von 4,5 Prozent auf 5,4 Prozent angehoben. Die BSP bewertete die wirtschaftlichen Fundamentaldaten des Landes zuletzt als mittelfristig stabil und sieht in einer Erholung der Staatsausgaben einen möglichen Impuls für die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte.




