Extremwetter betrifft 6,9 Millionen Schüler auf den Philippinen
EditDie Auswirkungen des Südwestmonsuns (Habagat), der durch die tropischen Wirbelstürme Maymay und Luis verstärkt wurde, haben landesweit rund 6,9 Millionen Schülerinnen und Schüler betroffen. Wie das Bildungsministerium (DepEd) mit Stand vom 11. August 2026 mitteilte, zwangen die extremen Wetterbedingungen die Schließung des Präsenzunterrichts an insgesamt 9.096 öffentlichen Schulen herbei.
Erste Schadensanalysen des DepEd zeigen, dass 3.348 Klassenzimmer leichte Schäden erlitten haben. Für die Reinigungs- und Räumungsarbeiten wird ein Betrag von etwa 27 Millionen Pesos veranschlagt, während für kleinere Reparaturen zusätzliche 161,6 Millionen Pesos benötigt werden. Um die Instandsetzung der betroffenen Schulen zu beschleunigen, DOLE über das Programm „Tulong Panghanapbuhay sa Ating Disadvantaged Workers“ (Tupad).
Bildungsminister Sonny Angara betonte, dass die Größenordnung der Schäden eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Behörden und zusätzliche Ressourcen erfordere, um Trümmer zu beseitigen und sichere Lernumgebungen wiederherzustellen. Er erklärte, dass die Initiative „Brigada Eskwela“ nicht mit Schulbeginn enden dürfe, da Naturkatastrophen jederzeit eintreten könnten. Mit dem Programm „Brigada Eskwela 2.0“ soll ein ganzjähriger Mechanismus geschaffen werden, der Schulen nach Katastrophen hilft, schnell und sicher wieder zu öffnen.
Arbeitsminister Francis Tolentino sicherte dem DepEd seine Bereitschaft zu, bei der Bewältigung der Bedürfnisse der Schulen zu helfen. Das Bildungsministerium prüft dabei, ob die Unterstützung aus dem verbleibenden Budget des Tupad-Programms für Brigada Eskwela finanziert werden kann, von dem von den ursprünglich 2 Milliarden Pesos bereits etwa 1,09 Milliarden Pesos genutzt oder reserviert sind.
Zusätzlich empfahl Angara eine Abstimmung mit dem DSWD. Ziel ist es, Eltern und Erziehungsberechtigte der betroffenen Kinder zu priorisieren, um gefährdeten Familien eine sofortige Einkommensstütze zu bieten und gleichzeitig die gemeinschaftliche Wiederherstellung der Schulen zu fördern. Für großflächige Räumungsarbeiten in schwer betroffenen Gebieten koordiniert das DepEd zudem den Einsatz von schwerem Gerät mit dem DPWH.




