Politik: Landesweit

Ermittlungen zu SEA Games 2019: NBI sieht Schwierigkeiten bei Verbindung zu Cayetano

Das NBI hat am Mittwoch mitgeteilt, dass es aufgrund fehlender schriftlicher Belege schwierig sei, mutmaßliche Unregelmäßigkeiten bei den SEA Games 2019 direkt dem Senats-Minderheitsführer Alan Peter Cayetano zuzuschreiben. Ein wesentlicher Grund für diese Hürde sei, dass Cayetano laut offiziellen Dokumenten technisch gesehen nicht der Vorsitzende des Organisationskomitees war.

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Quelle: PIA

Obwohl der ehemalige Präsident Rodrigo Duterte Cayetano als Vorsitzenden des Philippine Southeast Asian Games Organizing Committee (PHISGOC) eingesetzt hatte, taucht sein Name in den bei der Securities and Exchange Commission (SEC) registrierten Unterlagen nicht auf. NBI-Direktor Melvin Matibag erklärte in einem Interview mit dem Sender DZBB, dass die Board of Trustees bei der Registrierung der Organisation festgelegt wurden und Cayetano dort nicht gelistet sei. Da er somit kein Mitglied der Körperschaft war, könne er formal nicht als Vorsitzender fungieren, auch wenn er diese Rolle in der Praxis ausübte.

Diese Diskrepanz zwischen tatsächlichem Handeln und offizieller Dokumentation erschwert die Arbeit der Ermittler. Laut Matibag habe das NBI zwar neue Beweise gefunden, die zu Verfahren gegen Funktionäre des PHISGOC führen könnten, doch die Spur zu Cayetano lasse sich mangels Dokumenten schwer nachziehen. Dennoch könne Cayetanos Verhalten den Tatbestand der Amtsanmaßung erfüllen, da er die Befugnisse eines Vorsitzenden wahrgenommen habe. Zeugenaussagen deuten zudem darauf hin, dass er zeitweise Anweisungen zur Verteilung von Geldern gab.

Das PHISGOC verwaltete unter anderem Mittel vom Philippine Olympic Committee, der Philippine Sports Commission sowie der Philippine Amusement and Gaming Corporation und war zudem für die Einnahmen aus dem Ticketverkauf zuständig. Laut NBI-Direktor ist die Organisation trotz des Zeitraums der Spiele im Jahr 2019 bis heute aktiv. Sie sponsere internationale Veranstaltungen und profitiere dabei weiterhin von staatlichen Vergünstigungen, wie etwa Steuerbefreiungen. Das Büro von Cayetano wurde für eine Stellungnahme zu den Vorwürfen kontaktiert.