Dengue-Fälle in Iloilo sinken, doch lokale Häufungen in 96 Barangays beunruhigen
EditIn der philippinischen Provinz Iloilo ist die Zahl der Dengue-Fälle im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen, dennoch meldet das Gesundheitsamt der Provinz eine besorgniserregende lokale Konzentration des Virus. Laut dem Provincial Health Office (PHO) wurden in 96 Barangays, die zu 29 Gemeinden und der Stadt Passi gehören, sogenannte Dengue-Cluster identifiziert. Ein solches Cluster wird definiert, wenn innerhalb von vier aufeinanderfolgenden Krankheitswochen drei oder mehr Fälle in einem Barangay auftreten.
Im Zeitraum vom 4. Januar bis zum 5. September dieses Jahres verzeichnete die Provinz insgesamt 2.913 Dengue-Fälle und 15 Todesfälle. Dies entspricht einem Rückgang von 35 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem 4.467 Fälle und 18 Todesfälle registriert wurden. Trotz des allgemeinen Rückgangs war die Belastung in bestimmten Gebieten hoch: Die Gemeinde Estancia wies mit 15 betroffenen Barangays die höchste Anzahl an Clustern auf, gefolgt von Balasan mit neun, während Carles und Passi City jeweils sieben Cluster meldeten. Auch in Dumangas wurden sechs Cluster verzeichnet.
Betrachtet man die einzelnen Fälle, so verzeichnete der Barangay Poblacion in Alimodian mit 25 Fällen die höchste lokale Belastung, gefolgt von Tacuynan in Estancia (19 Fälle) und Dayhagan in Carles (17 Fälle). Auf kommunaler Ebene war Estancia am stärksten betroffen mit 274 Fällen und fünf Todesfällen. Weitere hohe Fallzahlen zeigten sich in Calinog (195), Cabatuan (171), Passi City (155) und Carles (147), wobei in letzterer auch drei Todesfälle auftraten. Die übrigen sieben Todesfälle verteilten sich auf die Gemeinden Ajuy, San Dionisio, Sara, Dingle, Miagao, San Rafael und San Joaquin.
Die Altersstatistik zeigt, dass vor allem Kinder am stärksten betroffen sind. Die Gruppe der 5- bis 9-Jährigen verzeichnete mit 587 Fällen die höchsten Zahlen, gefolgt von den 10- bis 14-Jährigen mit 507 Fällen. Auch die Altersgruppen der 15- bis 19-Jährigen (401 Fälle) und der 20- bis 29-Jährigen (427 Fälle) waren häufig betroffen. Bei den über 40-Jährigen wurden 374 Fälle gemeldet, während die Gruppe der 1- bis 4-Jährigen 342 Fälle aufwies. Säuglinge unter einem Jahr machten 124 Fälle aus.
Bereits in der 29. Morbiditätswoche, die vom 19. bis 25. Juli reichte, hatte die Provinz Iloilo die Dengue-Alarmschwelle überschritten. Die Provinzärztin Dr. Maria Socorro Colmenares-Quiñon warnte damals, dass ein anhaltender Anstieg der Fälle die Provinz an die Schwelle einer Epidemie führen könnte. Während die Alarmschwelle eine verstärkte Überwachung signalisiert, würde das Erreichen der Epidemieschwelle eine umfassende Reaktion auf einen Ausbruch erfordern.
Das Gesundheitsamt betont, dass die Überwachung von Clustern wichtig ist, da diese eine anhaltende lokale Übertragung anzeigen, die auch bei sinkenden Gesamtzahlen in der Provinz bestehen bleiben kann. Die Behörden fordern die lokalen Verwaltungen und die Bevölkerung auf, die Bekämpfung von Brutstätten der Aedes-aegypti-Mücke zu intensivieren. Dabei wird die 4S-Strategie des Gesundheitsministeriums empfohlen: Suche und zerstöre Brutstätten, schütze dich selbst, suche frühzeitig ärztlichen Rat und unterstütze die Vernebelung in Hotspot-Gebieten. Bewohner mit Fieber über zwei bis sieben Tage, insbesondere in Kombination mit Kopfschmerzen, Gliederschmerzen oder Hautausschlag, sollten umgehend medizinische Hilfe suchen.





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