Gesellschaft: Landesweit

Davao City plant Kraftwerk zur Energiegewinnung aus Abfall bis 2029

Die Stadtverwaltung von Davao City strebt die Fertigstellung einer Anlage zur Energiegewinnung aus Abfall (Waste-to-Energy, WTE) im Zeitraum zwischen 2028 und 2029 an. Das geplante Projekt soll aus dem täglichen Abfallstrom der Stadt eine elektrische Leistung von etwa 13 MW generieren.

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Symbolbild: Envato

Temujin „Tek“ Ocampo, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und natürliche Ressourcen im Stadtrat, erläuterte am Freitag im Rahmen der Veranstaltung „Isyu Karon“ im Royal Mandaya Hotel, dass die Stadt weiterhin eng mit der japanischen Regierung kooperiere. Diese Zusammenarbeit basiert auf einem bestehenden Memorandum of Agreement. Die Anlage soll auf einem etwa neun Hektar großen Gelände errichtet werden, das von der Stadt zur Verfügung gestellt wird. Der Baubeginn ist jedoch davon abhängig, dass die japanische Seite das anstehende Ausschreibungsverfahren abschließt.

Die geplante Anlage wird voraussichtlich eine Bruttokapazität von etwa 13 MW erreichen. Davon werden schätzungsweise 2 MW für den Eigenbetrieb der Anlage benötigt, sodass eine Nettoleistung von rund 11 MW für das Stromnetz zur Verfügung steht. Um an dem Auktionsverfahren des Energieministeriums (Department of Energy, DOE) für WTE-Anlagen teilzunehmen, hat der Stadtrat eine Kaution in Höhe von 11 Millionen Pesos genehmigt. Dieser Betrag entspricht etwa einer Million Pesos pro Megawatt der prognostizierten Nettoleistung. Falls die Stadt den Zuschlag nicht erhält oder im Bieterverfahren nicht vorankommt, wird die Kaution zurückerstattet. Im Falle eines erfolgreichen Gebots wird der Betrag als Leistungsgarantie für die Fertigstellung des Projekts verwendet.

Für den reibungslosen Betrieb der Anlage ist eine korrekte Abfalltrennung durch die Bevölkerung von entscheidender Bedeutung. Ocampo wies darauf hin, dass das Ausgangsmaterial einen ausreichenden Heizwert sowie eine trockene und brennbare Zusammensetzung besitzen muss. Bestimmte Abfallarten wie Lebensmittelreste, feuchte Materialien oder medizinische Abfälle müssen separat behandelt werden. Während Lebensmittelabfälle kompostiert oder in spezialisierten Anlagen verarbeitet werden können, muss Krankenhausabfall durch qualifizierte Einrichtungen entsorgt werden. Die Haushalte werden dazu aufgerufen, bereits grundlegende Trennungen vorzunehmen. Insbesondere das Sammeln von Wertstoffen wie Pappe, Papier und Kunststoffen zur Wiederverwertung oder zum Verkauf wird empfohlen, da dies das Abfallvolumen reduziert und zusätzliche Einkünfte für Abfallarbeiter und Müllsammler ermöglichen könnte.

Um die Umweltbelastungen zu kontrollieren, wird die Stadt mit dem Umweltministerium (Department of Environment and Natural Resources, DENR) und dem Umweltmanagementbüro (Environmental Management Bureau, EMB) zusammenarbeiten. Ziel ist die Überwachung der Emissionen, insbesondere im Hinblick auf Dioxine und Furane. Dabei sollen Systeme zur kontinuierlichen Emissionsüberwachung eingesetzt werden, wie sie bereits in anderen Industrieanlagen üblich sind, um potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen und Korrekturmaßnahmen einzuleiten. Als Teil der Vorbereitungen haben Stadtvertreter und japanische Partner bereits verschiedene WTE-Anlagen sowie die angrenzenden Gemeinden in Japan besucht.

Das tägliche Abfallaufkommen in Davao City liegt bei geschätzten 700 bis 800 Tonnen, was die Notwendigkeit langfristiger Entsorgungslösungen verdeutlicht. Derzeit wird der Müll auf der Deponie New Carmen entsorgt, nachdem die vorherige Entsorgungsstätte geschlossen wurde. Laut Ocampo verfügt die Stadt aktuell über ausreichende Kapazitäten, um den Abfall zu bewältigen, ohne ihn in andere Städte oder Provinzen transportieren zu müssen. Die Müllabfuhr ist trotz gelegentlicher Verzögerungen während des Übergangs zur neuen Deponie betriebsbereit. Unterstützt wird dies durch neu erworbene Müllwagen und die Zusammenarbeit mit privaten Entsorgungsunternehmen. Die Bewohner werden zudem gebeten, Abfälle nur an den vorgesehenen Sammelstellen zu entsorgen und die Zeitpläne einzuhalten, um die Lebensdauer der Deponien zu verlängern.