Chinesische Schiffe nahe Scarborough Shoal während Hilfsaktion gesichtet
EditIm Gebiet von Bajo de Masinloc, das international als Scarborough Shoal bekannt ist, wurden während einer Hilfsaktion für philippinische Fischer mehrere chinesische Schiffe gesichtet. Die philippinische Küstenwache (Philippine Coast Guard, PCG) gab am Freitag bekannt, dass die Sichtungen am vergangenen Donnerstag stattfanden, als lokale Fischer mit Lebensmittelpaketen und Treibstoffsubventionen versorgt wurden.
Konteradmiral Jay Tarriela, der Sprecher der PCG für das Westphilippinische Meer, bestätigte die Anwesenheit chinesischer Schiffe in dem Gebiet. Dabei kam es zu einer direkten Interaktion zwischen den Akteuren: Ein chinesisches Kriegsschiff stellte ein Piper-Navajo-Flugzeug der PCG per Funk heraus. Die Besatzung des Flugzeugs reagierte darauf mit dem Hinweis, dass sie eine rechtmäßige maritime Patrouille innerhalb der philippinischen Seegebiete durchführe, die im Einklang mit dem internationalen Recht stehe.
Der Einsatz des Flugzeugs diente der Stärkung des maritimen Lagebildes und unterstützte die laufende Mission „Kadiwa ng Bagong Bayaning Mangingisda“. Diese Aktion wird vom Büro für Fischerei und aquatische Ressourcen (Bureau of Fisheries and Aquatic Resources, BFAR) geleitet. Insgesamt wurden 35 philippinische Fischerboote registriert, die im Rahmen dieser Mission Diesel und Lebensmittelpakete erhielten.
Laut Tarriela steht die anhaltende Präsenz chinesischer Seestreitkräfte in und um Bajo UNCLOS. Er betonte, dass das Schiedsgericht bereits bestätigt habe, dass Bajo de Masinloc ein traditionelles Fanggebiet philippinischer Fischer ist und China diese rechtmäßig am Fischfang hindert.
Geografisch liegt Bajo de Masinloc etwa 124 Seemeilen vor Masinloc in der Provinz Zambales. Damit befindet sich das Gebiet innerhalb der 200-Seemeilen-Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Philippinen. Die Spannungen in der Region sind chronisch, da Peking weite Teile des Südchinesischen Meeres beansprucht, was auch Gebiete betrifft, die von den Philippinen, Vietnam, Indonesien, Malaysia und Brunei erhoben werden.
Um ihre Ansprüche zu untermauern, hat die philippinische Regierung die Gewässer, die zu ihrem Territorium gehören, als Westphilippinisches Meer umbenannt. Dies umfasst unter anderem das Luzon-Meer sowie die Gewässer rund um die Kalayaan-Inselgruppe und Bajo de Masinloc. Ein Schiedsgericht in Den Haag hatte im Jahr 2016 zugunsten der Philippinen entschieden und die Ansprüche Chinas als rechtlich unbegründet eingestuft, eine Entscheidung, die China jedoch weiterhin nicht anerkennt.






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