Wirtschaft

Chinesische Kredite an Philippinen trotz Seegebiet-Konflikten stabil

Trotz der zunehmenden geopolitischen Spannungen im Südchinesischen Meer bleiben chinesische Finanzierungen auf den Philippinen stabil. Die Annahme, Peking habe die Mittel unter Präsident Ferdinand Marcos Jr. aufgrund der Konflikte reduziert, bestätigt sich nicht. Stattdessen konzentrieren sich chinesische Investitionen zunehmend auf den privaten Sektor.

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Symbolbild: Envato

Ein Beispiel dafür ist der im Jahr 2023 gewährte syndizierte Kredit in Höhe von 3,9 Milliarden US-Dollar für das Telekommunikationsunternehmen Dito Telecommunity. Dieser Kredit gilt als der bisher größte durch China unterstützte Privatsektor-Kredit auf den Philippinen. Die Mittel dienten der Refinanzierung früherer Überbrückungskredite chinesischer Finanzinstitute und unterstützten die Finanzierung eines milliardenschweren Vertrags mit der ZTE Corporation zur Verwaltung der landesweiten 4G- und 5G-Netze.

Neben dem Telekommunikationssektor wurden auch andere große Unternehmen unterstützt. So erhielt der Energiekonzern San Miguel Global Power einen Refinanzierungskredit in Höhe von 300 Millionen US-Dollar zur Deckung des allgemeinen Geschäftsbetriebs. Laut Untersuchungen der US-amerikanischen Forschungsgruppe AidData, einem Labor der William & Mary Universität, flossen seit dem Jahr 2000 fast 9 Milliarden US-Dollar an chinesischen Krediten in den philippinischen Privatsektor.

Die Ergebnisse legen nahe, dass kommerzielle Erwägungen für chinesische Unternehmen schwerer wiegen als der politische Tonfall zwischen den beiden Nationen. Dies deutet darauf hin, dass die wirtschaftlichen Interessen Chinas auf den Philippinen Vorrang vor politischen Differenzen haben.

Quellen

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.